Pokémon Go im Iran verboten – aus Sicherheitsgründen

Die zuständigen Behörden des Iran haben Pokémon Go in dem Land verboten. Das Spiel sei gefährlich und gehöre deshalb verbannt. Kurz zuvor hatten islamische Autoritäten in Malaysia den Muslimen ihres Landes das Spiel ebenfalls untersagt.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 71 Beiträge

Pokémon Go erobert die Welt – oder doch nicht ganz?

(Bild: dpa, Piroschka Van De Wouw)

Von

Das weltweit beliebte Handyspiel Pokémon Go ist im Iran aus Sicherheitsgründen verboten worden. Die Sicherheitsbehörden und die Abteilung für Internet-Kriminalität seien einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass Pokémon Go ein gefährliches Spiel sei und daher verboten werden müsse, erklärte die Staatsanwaltschaft laut iranischen Medienberichten vom Samstag. Der Zugang zu der App wurde blockiert. Wie viele Internetnutzer im Land bereits auf virtuelle Monsterjagd gehen, ist unklar – laut Staatsanwaltschaft sind es nur wenige. Zu Sicherheitsrisiken des Spiels hatte sich vorher auch etwa die Bundeswehr geäußert.

Im Iran sind zahlreiche Internetseiten und Apps verboten. Die Mehrheit der iranischen Nutzer aber ignoriert diese Verbote und verschafft sich über Datentunnel Zugang. Das könnte auch für Pokémon Go gelten, immerhin war das Spiel beispielsweise in Deutschland schon erfolgreich, bevor es überhaupt offiziell verfügbar war. Mit dem Smartphone-Spiel von Nintendo gehen Spieler in der realen Welt auf die Suche nach kleinen virtuellen Monster-Figuren, die sie einfangen, trainieren und gegeneinander kämpfen lassen können. Das Spiel war nach seinem Start überaus erfolgreich.

Schon am Freitag hatten überdies Malaysias oberste islamische Autoritäten den Muslimen ihres südostasiatischen Landes das beliebte Handyspiel verboten. Die Bevölkerung solle davor bewahrt werden, von dem Spiel verdorben zu werden, heißt es in einem am späten Freitagabend verkündeten Beschluss des Muftis der malaysischen Bundesterritorien. Das Spiel könne zu einer Invasion der Privatsphäre, zu Sucht und zu emotionalen Störungen führen. Gut 60 Prozent der mehr als 30 Millionen Einwohner Malaysias sind Moslems, der Islam ist dort Staatsreligion.

Lesen Sie dazu auch:

Pokémon Go: kleine Monstergalerie (5 Bilder)

Das schlafsüchtige Pokémon Abra ...

(mho)