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Pokémon Go soll geobasierte Werbung bekommen

Ähnlich wie im AR-Spiel Ingress könnten Unternehmen dafür bezahlen, dass an bestimmten Orten Pokéstops eingerichtet werden, die dort potenzielle Kundschaft anlocken.

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Pokémon Go soll geobasierte Werbung bekommen

Das US-Unternehmen Niantic, Entwickler des erfolgreichen Smartphone-Spiels Pokémon Go, will eine weitere Einnahmequelle erschließen. Neben In-App-Käufen soll es auch "sponsered locations" geben, geht aus einem Bericht der Financial Times hervor. Niantic-Chef John Hanke plane, dass Einzelhänder und Veranstalter bestimmte Events und sogenannte Pokéstops buchen können, bei denen in ihren Läden oder auf ihren Veranstaltungen besondere Pokémons oder Hilfsmittel zur virtuellen Zucht auftauchen. Das Prinzip wendet Niantic bereits in seinem AR-Spiel Ingress an.

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An Pokéstops können Spieler an Items erlangen. Diese befinden sich an Sehenswürdigkeiten. Künftig könnte es also möglich werden, dass die Pokéstops zum Beispiel regelmäßig in Restaurants oder Geschäften einer Kette zu finden sind. Die Werbewilligen könnten dann etwa pro angelockten Besucher abgerechnet werden.

Dank GPS und Online-Verbindung kann Niantic genau nachvollziehen, wo sich welcher Pokémon-Spieler zu welchem Zeitpunkt aufhält. Spieler werden beispielsweise animiert, das Programm immer laufen zu lassen, um unterwegs neue Eier mit Pokémons auszubrüten. Derzeit saugt das Spiel dabei noch die Handy-Akkus mit großem Durst leer. Niantic ist das Problem bekannt. Es arbeite an einer Verbesserung, teilte das Unternehmen mit.

Gar nicht daran interessiert, Pokémon-Go-Spieler anzulocken, sind Gedenkstätten wie das Holocaust Museum in Washington, DC. Es möchte gerne vom Spiel ausgenommen werden. "Das Spiel im Museum zu spielen ist nicht angemessen. Es ist ein Ort der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus", sagte Museumssprecher Andrew Hollinger.

Pokemon Go, erste Eindrücke (10 Bilder)

Der Spieler bewegt sich in einer Parallelwelt, die auf einer verfremdeten Karte beruht.

(anw)

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