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Polizei geht gegen vermutliche Cyberkriminelle vor

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Nach bundesweiten Ermittlungen hat die Polizei ein Netzwerk von Jugendlichen aufgedeckt, denen Cyberkriminalität vorgeworfen wird. Am Vortag seien die Wohnungen von sieben Verdächtigen in Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht und 16 Computer beschlagnahmt worden, teilten die Esslinger Polizei und die Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Auslöser war der Angriff auf einen Esslinger Internetdienstleister. Ein 16-Jähriger aus Hann. Münden gab zu, die Server des Unternehmens ausspioniert zu haben.

Der Schüler brachte die Fahnder auf die Spur von sechs anderen Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren. Sie hätten noch weitere Server und Computer privater Nutzer ausspioniert, sagte ein Polizei-Sprecher. Mit Trojanern seien tausende Computer infiziert worden; außerdem seien Server außer Kraft gesetzt worden. Drei Tatverdächtige hätten sich zudem mit Hilfe gefälschter Homepages und E-Mails Kreditkarten- und Kontodaten von Privatpersonen besorgt. Das Ausmaß des entstandenen Schadens sei noch nicht bekannt. Bei den Beschuldigten seien auch Hinweise auf weitere Verdächtige gefunden worden. (dpa) / (jk)