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Polizei verhindert Party-Chaos - 100 Facebook-Gäste feiern trotzdem

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Das von den Behörden aufgestellte Feierverbot im Raum Landsberg und Kaufering zur Verhinderung einer Facebook-Party hat die Polizei am Samstagabend großteils durchgesetzt. "Das Verbot war wirksam. Es sind keine Zigtausende angereist", sagte ein Sprecher der Polizei. Rund 500 Partygäste wurden von einem Großaufgebot der Polizei mit rund 300 Beamten an Bahnhöfen und auf den Straßen in Empfang genommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die meisten Feierwütigen ließen sich gleich wieder zur Abreise bewegen. Etwa 100 Partygäste feierten schließlich unter Aufsicht der Polizei.

Eine 13-Jährige hatte über das soziale Netzwerk zur Geburtstagsfeier an einen Baggersee zwischen Igling und Kaufering (Landkreis Landsberg am Lech) geladen – nach Medieninformationen sagten rund 18.000 Nutzer zu. Aus Angst vor einer Eskalation erteilte das Landratsamt Landsberg den beiden Gemeinden ein Feierverbot.

Das gefürchtete Party-Chaos blieb zwar aus, dennoch nahm die Polizei 38 Menschen in Gewahrsam. Einige Feiernde beleidigten und attackierten die Beamten, andere zündeten Pyrotechnik. Zehn Partygäste wurden nach übermäßigem Alkoholkonsum ins Krankenhaus gebracht. Drei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.

Facebook-Partys sind schon häufig aus dem Ruder gelaufen, weil Tausende der im Netzwerk ausgesprochenen Einladung gefolgt waren. Erst Anfang des Monats eskalierte eine Facebook-Feier in Gießen. Zu dem Fest in einem Mehrfamilienhaus kamen knapp 1000 Gäste – die meisten ungeladen. (axv)