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Polymer-Chips für Datentransfer mit 100 GBit/s

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Das US-Startup-Unternehmen Lumera entwickelt Polymer-Chips für die Glasfaser-Netzwerktechnik, die Datentransfer-Geschwindigkeiten bis 100 GBit/s ermöglichen sollen. Hierzu will das Unternehmen auf seinen Chips so genannte "Chromophoren" einsetzen, organische Moleküle, die unter der Einwirkung von elektrischer Energie in der Lage sind, einfallendes Licht zu blockieren oder passieren zu lassen. Dies soll im Rahmen des optischen Routing oder Switching sehr viel schnellere Umschaltprozesse ermöglichen, als es mit den bisherigen opto-mechanischen Bauteilen der Fall ist. Weitere Vorteile sieht das Unternehmen in dem sehr geringen Energiebedarf der Polymer-Chips, was neben geringeren Kosten auch thermische Vorteile bietet und höher integrierte Subsysteme ermöglichen soll.

Lumera hofft, die Entwicklung von Prototypen der Chips im Zuge seiner jetzt abgeschlossenen Akquise von 24 Millionen US-Dollar Venture-Kapital zügig fortführen und erste marktreife Produkte im Verlauf des Jahres 2002 anbieten zu können. Damit sieht sich das Unternehmen in einem deutlichen zeitlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, namentlich beispielsweise Pacific Wave Industries oder Ipitek, die an ähnlichen Polymer-Produkten arbeiten.

Geldgeber für Lumera war neben verschiedenen Venture-Capital-Unternehmen vor allem Cisco Systems, die schon in der jüngeren Vergangenheit Beteiligungen an verschiedenen Firmen, die sich mit der Entwicklung von optischen Bauelementen befassen, gesucht hatten. (klp)