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Pornofilme machen den größten Teil der P2P-Video-Downloads in den USA aus

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Die Marktforscher der US-amerikanischen NPD Group haben hochgerechnet, dass im dritten Quartal dieses Jahres sechs Millionen US-Haushalte wenigstens eine mindestens 10 MByte große Videodatei aus einem P2P-Dienst oder einer anderen Gratisquelle aus dem Internet heruntergeladen haben. 60 Prozent dieser Videodateien sind pornografischen Inhalts, teilen die Marktforscher mit. Bei 20 Prozent der Downloads habe es sich um Fernsehsendungen und bei 5 Prozent um populäre Kinofilme gehandelt.

Den 8 Prozent der US-amerikanischen Haushalte mit Internetanschluss, die sich Videomaterial kostenlos besorgen, stünden 2 Prozent oder 1,2 Millionen gegenüber, die sich in kostenpflichtigen Online-Diensten bedienen. Marktführer sei auf diesem Gebiet der iTunes Store von Apple mit einem Anteil von 90 Prozent. Darauf folgen Vongo mit 5, Movielink mit 3 und mit weniger als 1 Prozent CinemaNow. 62 Prozent der heruntergeladenen Dateien seien Fernsehsendungen, 24 Prozent Musikvideos und 6 Prozent Kinofilme. Die NPD Group hat für ihre Zahlen nach eigenen Angaben das Download-Verhalten von 12.500 US-Haushalten überwacht, die dafür ihre Einwilligung gegeben haben.

NPD-Analyst Russ Crupnick erläutert, Filesharing von Videoinhalten nehme zwar noch nicht die Ausmaße an, mit denen die US-Musikindustrie kämpfe. Mit zunehmender Verbreitung breitbandiger Internetzugänge müssten sich aber auch die großen Filmstudios der Herausforderung stellen – auch wenn Video-Filesharing weiterhin von Pornos dominiert werde. Der Umsatz mit bezahlten Film-Downloads könne sich in den nächsten sechs Jahren verdreifachen, sagte Crupnick weiter. Der Zweikampf iTunes/iPod versus Zune werde den Verbrauchern Appetit auf digitale Videos machen, es werde aber lange dauern, bis sie Downloads Datenträgern wie DVDs den Vorzug geben. (anw)

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