Menü

Portland dient sich als Stadt für autonomes Fahren an

Portland im US-Bundesstaat Oregon will Entwicklern autonomer Autos günstige Bedingungen bieten und vollautomatische Fahrten erlauben.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 4 Beiträge
Portland dient sich als Stadt für autonomes Fahren an

(Bild: Bosch)

Die US-Stadt Portland im Bundesstaat Oregon will bis zum Ende dieses Jahres ein Projekt für vollautomatisches Fahren aufgelegt haben. Dafür hat der Bürgermeister der Stadt Ted Wheeler nun die Verkehrsbehörde aufgefordert, innerhalb von 60 Tagen die nötigen Bedingungen dafür zu klären, geht aus einer Mitteilung hervor. Portland ist damit die erste Stadt in den USA, die autonomen Autos breite Tests und einen möglichst schnellen Einstieg in den Alltagsgebrauch ermöglichen will.

Wheeler erklärte: "Wir können nicht ignorieren, dass autonomes Fahren zu einem wichtigen Teil des Transportwesens wird. Wir sollten nicht darauf warten, dass die Technik eines Tages zu uns kommt, sondern uns aktiv auf sie vorbereiten."

Mehr Sicherheit, weniger Luftschmutz

Für das Smart Autonomous Vehicles Initiative (SAVI) genannte Projekt soll das Portland Bureau of Transportation im Auftrag der Stadtgemeinde klären, wie es mit der Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und der Klimafreundlichkeit autonomen Fahrens steht. Für die Hersteller solcher Gefährte und die Nutzer soll die Behörde klare Regeln erarbeiten. Wheeler und der Chef der Verkehrsbehörde Dan Saltzman versprechen sich vom autonomen Fahren weniger verschmutzte Luft und mehr Verkehrssicherheit, da menschliche Fahrfehler wegfielen. Zuvor müssen die interessierten Unternehmen aber zeigen, dass ihre Autos sicher sind. Im Gegenzug will ihnen Portland finanziell behilflich sein.

Autonome Testautos zum Beispiel der Google-Tochter Waymo sind bereits in diversen US-Städten und dem Umland unterwegs, doch herrschen für sie strikte Regeln. Kalifornien, die Heimat diverser Unternehmen, die für die Roboterauto-Technik forschen, setzt beispielsweise zur Bedingung, dass Passagiere autonomer Autos jederzeit eingreifen können, es muss also immer ein Fahrer an Bord sein. Google will aber – auch auf US-Bundesebene – erreichen, dass vollautomatisches Fahren erlaubt wird. (anw)

Anzeige
Anzeige