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Postident: Legitimation auch per Videochat möglich

Wer sich mit dem Postident-Verfahren bei Kontoeröffnungen legitimiert, soll künftig die Wahl haben: Gang zur Postfiliale oder Identifikation per Videochat vom heimischen Rechner aus.

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Postident: Legitimation per Videochat möglich

(Bild: Deutsche Post)

Das Legitimationsverfahren Postident soll nun auch über einen Videochat erfolgen können. Bei der Konto-Eröffnung werden die Kunden laut Pressemitteilung künftig von der Bank-Website zum Postident-Portal weitergeleitet. Dort können sie sich aussuchen, ob sie den klassischen Gang zur Postfiliale antreten oder das Online-Verfahren nutzen wollen.

Entscheiden sie sich für letzteres, soll ein Postmitarbeiter die Kunden im Video-Chat durch die Identifikationsschritte führen. Der Post zufolge nimmt das nur wenige Minuten in Anspruch. Die Kunden benötigen einen Rechner mit Webcam, Mikrofon und WebRTC-fähigen Browser sowie ihren Personalausweis oder Reisepass. Für eine Bestätigungs-TAN per SMS sollen die Nutzer dazu noch ein Mobiltelefon bereit liegen haben. Ab Juli soll die Legitimation auch über Smartphones und Tablets möglich sein, die Post stellt eine App für Android und iOS in Aussicht.

Die Post ist mit ihrer Online-Legitimation nicht der erste Anbieter am Markt: Bereits im September vergangenen Jahres führte die ING-Diba als erste größere Geschäftsbank eine vollständige Online-Kontoeröffnung ein. Der Ausweis soll dabei vom Berliner Dienstleister WebID Solutions während einer verschlüsselten Videokonferenz überprüft werden. Das Verfahren ist laut ING-Diba von der Bankenaufsicht BaFin geprüft und genehmigt worden. Im Februar 2015 gab auch die Wüstenrot Bank bekannt, diese Form der Identitätsprüfung anzubieten. (axk)

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