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Preisabsprachen: Strafe für Media-Saturn in Österreich

1,23 Millionen Euro Strafe muss Media-Saturn in Österreich zahlen, weil der Elektrohändler über drei Jahre lang mit verschiedenen Unternehmen Preise abgesprochen haben soll. Auch Pioneer Deutschland wird zur Kasse gebeten.

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Der österreichische Ableger von Europas größter Elektro-Handelskette Media-Saturn muss rund 1,2 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. Dabei sollen im Zeitraum von Oktober 2009 bis Anfang 2013 "vertikale Preisabstimmungen mit Unternehmen der Elektronindustrie“ stattgefunden haben, heißt es in der Mitteilung der österreichischen Wettbewerbshörde BWB.

Dabei soll es laut der Behörde unter anderem um Behinderung des "Absatzkanales Online Verkauf" für diverse Elektroprodukte gegangen sein. Neben dem Elektrohändler wurden auch die Pioneer Deutschland mit 350.000 Euro und das Unternehmen SSA Fluidra Österreich mit 50.000 Euro zur Kasse gebeten. Pioneers Preisabsprachen sollen sich auf Receiver bezogen haben, die Fluidras auf Pool- und Teichreinigungsroboter.

Die BWB hatte laut Bericht des ORF Anfang Februar Geldbußanträge gegen insgesamt fünf Unternehmen gestellt, 2013 waren dem Hausdurchsuchungen unter anderem auch bei Media-Saturn vorausgegangen. Dem Bericht zufolge werden noch weitere Strafen gegen Unternehmen der Elektronikbranche folgen, wobei insgesamt 2,1 Millionen Euro an Bußgeldern ausgesprochen werden sollen. (axk)