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Preise von DDR4-Arbeitsspeicher fallen wieder

Nach einem Preisanstieg im dritten Quartal 2019 sind DDR4-RAM-Kits auf dem besten Weg, ein neues Rekordtief zu erreichen.

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(Bild: SK Hynix)

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16 GByte DDR4-Arbeitsspeicher sind wieder für unter 60 Euro erhältlich und befinden sich damit auf dem Preisniveau vom vergangenen Sommer. RAM-Kits mit 32 GByte starten bei circa 110 Euro. Bis zum Jahresende könnten die Preise noch weiter sinken.

Das seit vielen Monaten meist aufgerufene RAM-Kit im Preisvergleich, G.Skills Aegis 2 × 8 GByte DDR4-3000 CL16 (ab 53,39 €), ist unter die Marke von 60 Euro gefallen. Im August 2019 kostete es mindestens 80 Euro. Module mit langsameren Taktfrequenzen sind traditionell kaum günstiger. Schnellere Kits gibt es inzwischen vereinzelt für rund 70 Euro, zum Beispiel Patriots Viper 4 2 × 8 GByte DDR4-3733 CL17 (ab 69 €) und G.Skills RipJaws V 2 × 8 GByte DDR4-3600 CL19 (ab 63,79 €).

Schon im Juli 2019 erwarteten Marktforscher sinkende Speicherpreise bis zum Jahresende. Politische Reibungen zwischen Japan – einem wichtigen Exporteur unter anderem von speziellen Fotolacken für die Halbleiterfertigung – und China haben die Kosten zwischenzeitlich nach oben schießen lassen.

Zudem sorgten das Support-Ende von Windows 7 im Januar 2020 und die kommenden US-Strafzölle auf China-Importe für eine erhöhte Nachfrage.

SK Hynix' verkündeter Produktionsstart in der sogenannten 1z-nm-Klasse könnte das DRAM-Angebot in den kommenden Monaten weiter steigern. 1z steht für die dritte Prozessgeneration im Bereich von 10 bis 19 nm. Der Speicherhersteller fertigt 16 Gigabit große DRAM-Chips, deren Produktionsergiebigkeit gegenüber den 1y-Modellen der zweiten Generation um 27 Prozent steigt. SK Hynix betont die niedrigen Fertigungskosten ohne extrem-ultraviolette Belichtung (EUV). Bisher fertigt SK Hynix die 16-GBit-Chips für DDR4-UDIMMs und -SO-DIMMs mit Taktfrequenzen bis DDR4-3200. Künftig sollen in dem 1z-Prozess auch Chips für LPDDR5 und HBM3 vom Band laufen.

Als weltweit zweitgrößter DRAM-Hersteller (nach Samsung) hat SK Hynix einen hohen Einfluss auf den Speichermarkt. Große Mengen an DRAM-Chips kommen mittlerweile zudem aus China. (mma)