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Preiskampf-Netbook mit Tablet-Prozessor

Im EeeBook X205TA für 220 Euro setzt Asus den Intel Atom Z3735F ein. Der ermöglicht zwar lange Akkulaufzeiten und niedriges Gewicht, bringt aber auch einige Einschränkungen mit sich.

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Asus EeeBook X205

(Bild: Asus)

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Der PC-Preiskampf führt zu einem kleinen Comeback der Netbooks, die zwischenzeitlich von den Tablets verdrängt wurden. Das Acer Aspire ES1-111 mit Celeron N2840 ist dank magerer Ausstatung und dem fast kostenlosen Windows 8.1 mit Bing für unter 220 Euro zu haben. Dagegen stellt nun Asus das EeeBook X205TA zum fast gleichen Preis, aber mit niedrigerem Gewicht und längerer Akkulaufzeit.

Zu letzterem trägt der besonders sparsame Tablet-Atom Z3735F bei, aber Asus verwendet auch einen leistungsfähigeren Akku (38 statt zirka 29 Wattstunden). Das Asus-Netbook ist mit 0,98 Kilogramm rund 300 Gramm leichter als das von Acer. Asus verspricht Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden.

Das EeeBook X205 arbeitet ebenso lüfterlos wie der Acer-Kontrahent. Beide Geräte zeigen 1366 × 768 Pixel auf spiegelnden Displays mit 11,6 Zoll Diagonale; Touchscreens fehlen.

Dank des Atom Z3735 kann Windows 8.1 die Funktion Connected Standby (InstantGo) nutzen. Doch Asus installiert bloß die 32-Bit-Version von Windows 8.1 – die wegen InstantGo UEFI verlangt. Es ist also ein relativ exotisches 32-Bit-UEFI-BIOS vorhanden, was die Installation von Linux oder anderen Windows-Versionen erschwert oder gar verhindert.

Ins EeeBok 205X baut Asus ein relativ großes Touchpad ein, ein Touchscreen fehlt indes.

(Bild: Asus)

Der kleine und nicht erweiterbare (eMMC-)Flash-Speicher von 32 GByte dürfte auch kaum Platz für ein zweites Betriebssystem bieten. Das ist beim Acer ES1-111 auch nicht anders, dort lässt sich aber anscheinend wenigstens das RAM von ebenfalls kümmerlichen 2 GByte erweitern und es ist die 64-Bit-Version von Windows 8.1 mit Bing installiert. Beim Acer-Gerät unterstützt zudem immerhin einer der beiden USB-Ports USB 3.0, bei Asus gibt es bloß USB 2.0. Außerdem besitzt das Acer-Netbook einen Gigabit-Ethernet-Port, das Asus-Gerät nur WLAN.

Bei Webcam, SD-Kartenleser, WLAN- und Bluetooth-4.0-Adaptern gibt es laut den derzeit vorliegenden Spezifikationen keine relevanten Unterschiede. Ach ja: Der Celeron N2840 (Bay Trail-M) besitzt nur zwei Kerne, taktet aber mit 2,16 GHz. Die vier Cores des Atom Z3735F (Bay Trail-T) bringen es bloß auf 1,33 GHz und im Burst-Modus kurzzeitig auf 1,86 GHz. In der Praxis dürften sich beide Systeme mit normalen Windows-Programmen schwertun, weil es den Prozessoren an Single-Thread-Performance mangelt.

Nebenbei bemerkt zeigen die oben verlinkten Einträge auf Intels CPU-Datenbank ark.intel.com, dass die offiziellen Listenpreise im OEM-Geschäft keine Rolle spielen: Der Atom Z3735F kostet demnach nämlich 17 US-Dollar und der Celeron N2840 107 US-Dollar. (ciw)