Preissteigerungen auf unübersichtlichem Speichermarkt

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Der angeschlagene südkoreanische Speicherchip-Gigant Hynix hat in den vergangenen Wochen wiederholt die Verkaufspreise für DRAM-Chips erhöht. Damit will das tief verschuldete Unternehmen die Ertragslage verbessern. Auch Samsung soll in den letzten Tagen Vertragspreise spürbar angehoben haben. Laut DRAMExchange.com sind die Preise für 128-MBit-DDR-SDRAMs in den letzten 3 Monaten um fast 35 Prozent gestiegen.

Ob sich die Speicherfirmen mit den von ihnen ersehnten Preissteigerungen durchsetzen können, bleibt fraglich. Insider führen den aktuellen Anstieg der Preise für DDR-SDRAM vor allem auf die Einführung des Pentium-4-Chipsatzes Intel i845D zurück. Mit diesem neuen Chipsatz steigen große PC-Firmen wie Dell, die bislang noch keine Rechner mit DDR-SDRAM-Speicher im Angebot hatten, in den Markt ein. Das führt zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Angeblich sollen die Lager der Chiphersteller voll sein, dennoch sind vor einigen Wochen erste Lieferengpässe aufgetreten. Und auch die laufenden und gescheiterten Kooperationsverhandlungen unter den Großen im DRAM-Markt beeinflussen die Preise genau wie das Ausscheiden wichtiger Mitspieler.

Die Lage auf dem Speichermarkt ist also unübersichtlich und schwer einzuschätzen. Heute hat es in Japan auch noch ein Erdbeben gegeben, das bis nach Taiwan ausstrahlte. Betroffen waren also zwei wichtige Standorte der Speicherindustrie. Nach ersten dpa-Informationen hat es trotz einer Stärke von 7,3 (Richter-Skala) wohl keine schweren Schäden gegeben. (ciw)