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Premiere startet im Juli neues Pay-TV-Angebot "Sky"

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Premiere will im Juli ein neues Pay-TV-Angebot unter dem Namen Sky starten, das das bisherige Premiere-Angebot ablösen soll. Ziel sei es, "den Kunden durch die Veränderungen ein ganz neues Fernseherlebnis zu bieten", erklärte der Premiere-Vorstandsvorsitzende Mark Williams. Die Umbenennung in "Sky" unterstreiche Premieres Willen, in Deutschland und Österreich ein "Entertainment-Angebot von Weltklasseformat" anzubieten.

Der Premiere-Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die Marke Premiere nicht weiter zu verwenden. Die Umbenennung der Gesellschaft von "Premiere AG" in "Sky Deutschland AG" bedarf noch der Zustimmung in der Hauptversammlung Ende Juni. Die Namensänderung wurde bereits vor einigen Tagen kolportiert.

Für Premiere-Bestandskunden soll sich außer dem auf dem Bildschirm angezeigten Logo nichts ändern; Preise und Paketzusammenstellung bleiben vorerst erhalten. Alle Abonnenten sollen jedoch die Möglichkeit haben, zum Start des neuen Angebots dorthin zu wechseln. Details zur Preis- und Paketstruktur von "Sky" will das Unternehmen Anfang Juni bekannt geben.

Da der Wert der Marke Premiere aufgrund der Umbenennung vollständig im zweiten Quartal abgeschrieben werden muss, kommt es zu den prophezeiten Abschreibungen. Das Nettoergebnis vermindere sich dadurch um 256,1 Millionen Euro, teilte Premiere mit. Die Abschreibung des Buchwerts des Unternehmens belaufe sich auf 331,6 Millionen Euro, der gegenläufige latente Steuerertrag auf 75,5 Millionen Euro.

Im ersten Quartal hat Premiere einen Nettoverlust von 80 Millionen Euro ausgewiesen, gegenüber 28,1 Millionen im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum von 231 Millionen auf 233 Millionen Euro. Am 31. März hatte Premiere nach eigenen Angaben 2,371 Millionen Abonnenten, 28.000 weniger als Ende 2008.

Premiere/Sky Deutschland sieht in der Umbenennung einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. In den vergangenen sechs Monaten habe man erfolgreich die bestehende Sicherheitslücke geschlossen, die Bundesligarechte bis 2013 gesichert und eine erfolgreich Rekapitalisierung durchgeführt. (vza)

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