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Privacy: Crowdfunding-Kampagne für GnuPG

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(Bild:  gnupg.org )

Das GnuPG-Projekt hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um 24.000 Euro zur Weiterentwicklung der freien Verschlüsselungssoftware einzuwerben. Ziel der Kampagne: Der GNU Privacy Guard, der im Zuge der NSA-Enthüllungen stark an Popularität gewonnen hat, "soll für die Allgemeinheit einfacher zu benutzen und verstehen sein", so Chefentwickler Werner Koch.

GnuPG implementiert die Standards OpenPGP und ab Version 2.0 S/MIME. Die Software wird vor allem zur Mail-Verschlüsselung eingesetzt. Dank der offenen Quelltexte gilt die Software als frei von Hintertüren – so sollen unter anderem der NSA-Enthüller Edward Snowden, Sicherheitsexperte Bruce Schneier sowie PGP-Erfinder Phil Zimmermann GnuPG nutzen.

Mit dem Crowdfunding-Geld wollen die Entwickler die Version 2.1 des GNU Privacy Guard fertiggestellt und veröffentlicht bekommen. Außerdem sind größere Umbauten an der Webpräsenz gnupg.org geplant: Die Seiten sollen an mobile Geräte angepasst werden; außerdem wollen die Entwickler externe Anleitungen, Videos und Handbücher verlinken, eine benutzerfreundliche Downloadseite für alle Geräte erstellen und einen anonymen Zugang mittels Tor ermöglichen. Ebenfalls auf dem Plan stehen ein neuer Server für Web-Dienste und die Schaffung einer Infrastruktur zur Verarbeitung regelmäßiger Spenden.

[Update 19.12., 13:20] Für die relativ unbekannte spanische Crowdfunding-Plattform Goteo haben sich die GnuPG-Entwickler entschieden, weil sie sich auf Projekte konzentriert, die einen gesellschaftlichen Nutzen haben, und Creative-Commons- und GPL-lizenzierte Medien und Software fördert. Die Software hinter der Plattform ist als freie Software unter GPL verfügbar. (odi)

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