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Privater Raumfrachter "Cygnus" zur ISS gestartet

Nach mehreren Startverzögerungen ist erneut ein unbemannter Raumfrachter zur Raumstation ISS aufgebrochen. An Bord sind über drei Tonnen Material.

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Privater Raumfrachter "Cygnus" zur ISS gestartet

(Bild: NASA (twitter.com))

Mit rund 3500 Kilogramm Nachschub an Bord ist der private Raumfrachter "Cygnus" zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Der unbemannte Frachter sei am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia auf einer Antares-230-Rakete losgeflogen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Der Start musste zuvor mehrmals wegen schlechten Wetters verschoben werden. "Cygnus" bringt unter anderem Material für mehrere laufende und neue Experimente zur ISS.

Montagfrüh (Ortszeit) wird "Cygnus" an der ISS erwartet. Mithilfe eines Roboterarms sollen ihn der deutsche ISS-Kommandant Alexander Gerst und die US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor an der Raumstation festmachen. Der Raumfrachter transportiert neben Vorräten für die ISS-Crew wissenschaftliche Geräte und Ausrüstung für Experimente, die sich unter anderem um 3D-Druck mit wiederverwendetem Plastik, um das Aushärten von Zement in wechselnder Schwerkraft sowie um das Züchten von Protein-Kristallen für den Kampf gegen die Parkinson-Erkrankung drehen. Die NASA erläutert die wissenschaftlichen Arbeiten dieser Cygnus-Mission in einem Post bei Tumblr.

Die letzte Mission eines Cygnus-Raumfrachters im Mai dieses Jahres galt unter anderem der Erforschung des kältesten Punkts des Alls. Der Frachter war im Juli wieder von der ISS abgekoppelt worden und nach zwei weiteren Wochen mit Experimenten beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht.

(tiw)

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