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Privatsender verärgert über YouTubes Expansionspläne

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Die deutschen Privatsendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL reagieren gereizt auf Pläne der Google-Tochter YouTube, über das Videoportal künftig vermehrt Film- und Fernsehproduktionen in voller Länge anzubieten und so Schritt für Schritt eine vollwertige Online-Videothek aufzubauen. "YouTube agiert zunehmend aggressiv und bewegt sich dabei außerhalb unseres Regulierungsrahmens", zitiert das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" den ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert in seiner am morgigen Monatg erscheinenden Ausgabe. Auch in Deutschland hat YouTube mit dem Angebot "Movies" einen ersten, wenn auch noch recht kleinen Schritt in diese Richtung bereits unternommen.

Allerdings läuft laut Spiegel aktuell eine Ausschreibung seitens YouTube mit dem Ziel, Rechte an exklusiven Inhalte deutscher Produktionsfirmen zu erwerben. An dieser sollen sich unter anderem die Produktionsfirma Endemol beteiligt haben; laut dem Nachrichtenmagazin denke zudem Brainpool über einen eigenen Comedy-Kanal auf YouTube nach. Für den Produzenten Constantin rechnet sich ein derartiges Engagement nach eigenen Angaben derzeit nicht.

Den Privatsendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL war 2011 vom Bundeskartellamt die Gründung einer gemeinsamen Videoplattform verboten worden. Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL, bezeichnete es gegenüber dem Spiegel als "absurd", dass den Privatsendern nutzerfreundliche Angebote zum Vorteil von Google untersagt würden, "das die Lücke natürlich zu füllen weiß". (nij)

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