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ProSiebenSat.1 prüft Verkauf der Techniksparte

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Der Münchner TV-Konzern ProSiebenSat.1 erwägt den Verkauf seiner Techniksparte mit rund 1000 Mitarbeitern. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner am kommenden Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, seien laut mehreren konzernnahen Beobachtern Technikkonzerne wie Thomson, IBM und Siemens gezielt angesprochen worden. Zum Verkauf stünden die Senderstudios sowie die Bereiche zur Datenverarbeitung und technischen Verbreitung der Programme.

Laut dem Spiegel stünden die Verkaufsüberlegungen der neuen Konzerneigner KKR und Permira im Zusammenhang mit einer geplanten Fusion mit der europäischen TV-Gruppe SBS. Man prüfe derzeit, inwieweit ein Verkauf sinnvoll sei, um die Personalkosten zu senken. Die Techniksparte umfasst über ein Drittel der insgesamt 2700 ProSiebenSat.1-Mitarbeiter.

Zuvor hatte bereits der frühere US-Investor Haim Saban die Auslagerung erwogen. Da zur Techniksparte jedoch sensible Konzernbereiche gehören, hatte Saban den Verkauf als "zu heikel" abgelehnt. So heißt es auf der Konzernwebseite unter dem Punkt Karriere: "Was die ProSiebenSat.1-Gruppe stark macht ist die Tatsache, dass hier alle Hand in Hand arbeiten: Redakteure, Produzenten und Kameraleute, Grafiker und Softwareentwickler, Marketing- und PR-Referenten, Verkäufer, Controller und Juristen. Egal, ob sie in der Redaktion oder im Controlling beschäftigt sind, eines haben sie alle gemeinsam: Die Leidenschaft für das Medium Fernsehen."

Am heutigen Samstag hieß es aus Branchenkreisen, dass noch keine endgültige Verkaufsentscheidung getroffen sei. Das Ergebnis sei völlig offen. (hag)