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"Probability Processor" vorgestellt

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Ein Computerchip, der mit Wahrscheinlichkeitsrechnung statt binärer Logik arbeitet, könnte künftig zahlreiche Vorgänge in der IT beschleunigen – von E-Commerce-Anwendungen bis hin zu Flash-Speichern in Smartphones und anderen Gadgets. Der Hersteller, Lyric Semiconductor, hat seinen ersten "Probability Processor" soeben vorgestellt. Er arbeitet mit elektrischen Signalen, die Wahrscheinlichkeiten repräsentieren – und nicht mit digitalen Nullen und Einsen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

"Wir haben dazu fast von vorne angefangen", erklärt Ben Vigoda, Gründer und Chef des Start-ups aus Boston. Seine Doktorarbeit lieferte dazu den technischen Unterbau. Durch die komplette Neugestaltung der Hardware sei es möglich gewesen, die notwendigen statistischen Berechnungen leichter und wesentlich stromsparender zu implementieren als auf Basis älterer Technik, sagt er.

Die mathematischen Probleme, die der Chip besonders effizient zu lösen verspricht, kommen in zahlreichen Anwendungen vor. "Beispielsweise basiert das Empfehlungssystem beim Online-Händler Amazon auf Wahrscheinlichkeiten", sagt Vigoda. "Und jedes Mal, wenn man etwas dort kauft, kommen beim Betrugscheck der Kreditkartendaten Algorithmen aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung vor. Die E-Mail, die man als Bestätigung erhält, läuft wiederum durch einen Spamfilter auf Basis statistischer Wahrscheinlichkeiten."

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(bsc)