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Problem Paketzustellung: deutscher Absturz in Online-Shopping-Ranking

Im E-commerce-Index der UN für die Attraktivität von Online-Shopping rutscht Deutschland ab, weil die Zuverlässigkeit der Paketlieferungen nachgelassen hat.

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Paketzustellung, Pakete, Online-Shopping

(Bild: QuinceMedia, gemeinfrei)

Ein Absturz in der Zuverlässigkeit der Paketzustellung hat Deutschland in einem Ranking zum Online-Shopping aus den Top Ten katapultiert. Deutschland rutschte von Platz 9 auf Platz 16 in der Rangliste der bestens für das Online-Shopping gerüsteten Länder, wie die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) am Montag in Genf berichtete.

Gemessen werde beim "Unctad B2C E-commerce Index" etwa, wie schnell Ware geliefert wird und wie berechenbar der Liefertermin ist. Für das Gesamtbild zählen auch die Rate der Internetzugänge und die Dichte der sicheren Server.

Niederlande top, Deutschland hinter Island

Top waren die Niederlande. Nirgends auf der Welt laufe das Einkaufen im Internet so reibungslos wie dort, heißt es in dem Bericht. Entsprechend groß sei der Anteil der Online-Shopper: 76 Prozent der über 15-Jährigen. Nur in Dänemark seien es mehr, nämlich 78 Prozent. Die Niederlande stießen Luxemburg vom Thron, das vom 1. auf den 19. Platz absackte – ebenfalls wegen Problemen bei der Zustellung.

Hinter den Niederlanden liegen Singapur, die Schweiz, Großbritannien, Norwegen, Island, Irland, Schweden, Neuseeland und Dänemark. Die USA kommen auf Platz 13, Frankreich Platz 23 und China auf Platz 63. Der Index 2018 erfasst 151 Ländern, 7 mehr als im Vorjahr.

Der anhaltende Boom im Online-Handel erschwert es den Paketdiensten, zu ihren Bedingungen – die sich meist am Mindestlohn oder knapp darüber orientieren – genügend Personal zu finden. Deshalb haben mehrere deutsche Zustellerfirmen angekündigt, ihre Preise zu erhöhen, um unter anderem steigende Lohnkosten auszugleichen. (tiw)

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