Probleme nach Update: Firefox bringt Version 80.0.1

Mozilla veröffentlicht Firefox 80.0.1 – das vorherige Update hatte einige Probleme mitgebracht, die nun behoben sein sollen.

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(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Wegen einiger Probleme nach dem Update auf Firefox 80 hat Mozilla Version 80.0.1 veröffentlicht. Es hatte zuvor Berichte über Abstürze und fehlerhafte Darstellungen gegeben. Der Browser war erst vergangene Woche als stabile Version herausgekommen.

Unter anderem hatten Nutzer von Linux (mit Xorg und Nvidia Grafikkarten) sowie Windows 10 (mit Direct3D 11) bei Webseiten, die auf WebGL basieren, kaputte Texte angezeigt bekommen. Fehlende Drittanbieter-Cookies führten teilweise zu fehlerhaften Downloads von Erweiterungen. Abstürze hingen mit GPU-Resets zusammen. Auch das soll nun nicht mehr vorkommen. In Japan funktionierte der Shortcut zum Reinzoomen nicht mehr, erklärt Mozilla in den Release-Notes.

Eigentlich waren die Änderungen in Firefox 80 eher dezent. Neben den geschlossenen Sicherheitslücken, durch die zuvor Schadcode-Add-ons untergeschoben werden konnten, hatte Mozilla lediglich die Startseite überarbeitet und die Funktion eingeführt, den Browser als Standard-PDF-Betrachter des Betriebssystems einstellen zu können. Außerdem wurde das Masterpasswort in Hauptpasswort umbenannt.

Kritik hatte es allerdings für die Android-Version von Firefox gegeben, die per Auto-Update verteilt wurde. Mit dem Release nutzt Firefox Daylight die eigene Rendering-Engine GeckoView. Nutzer beklagten, dass sich der Browser seither langsamer und instabiler anfühle. Zudem werden bisher nur noch neun Add-ons unterstützt.

Mozilla muss derzeit einiges an Enttäuschung einstecken. Rund ein Viertel der Mitarbeiter werden entlassen. Durch den selbst auferlegten Sparkurs stampft das Unternehmen auch einige Open-Source-Projekte ein. Die Prognosen sahen bereits Anfang des Jahres nicht rosig aus, mit der Coronavirus-Pandemie hat sich die wirtschaftliche Situation noch einmal verschlechtert, erklärte Mitchell Baker, Chefin der Mozilla Corporation. Immer wieder geht es um die Frage nach der Monetarisierung angebotener Dienste. Mit der Umstrukturierung sollen nun neue Produkte in den Vordergrund rücken, mit denen sich auch Geld verdienen lässt, etwa Mozilla VPN und Datenschutztools. (emw)