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Professoren wegen Online-Betrug vor Gericht

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Der Kunstprofessor Steven Kurtz ist vor einem US-Bezirksgericht in Buffalo wegen E-Mail- und Telefonbetrugs in vier Fällen angeklagt worden. Sollte Kurtz schuldig gesprochen werden, drohen ihm und dem ebenfalls angeklagten Genetik-Professor Robert Ferrel jeweils bis zu 20 Jahren Haft pro Vergehen. Die mittlerweile recht zahlreichen Unterstützer der beiden Akademiker halten die Anklage (PDF) allerdings für eine Maßnahme, mit der die US-Ermittlungsbehörden lediglich ihr Gesicht wahren möchten.

Kurtz hatte mit Hilfe von Ferrel zwei Bakterienkulturen besorgt, die in einer Perfomance der Künstlergruppe Critical Art Ensemble zum Thema Biowaffen verwendet werden sollten. Obwohl die Bakterienkulturen als harmlos gelten, geriet Kurtz in das Visier der inneren Sicherheit. Die Ausrüstung und die Bakterienkulturen wurden beschlagnahmt und die Ermittlungsbehörden drohten dem Künstler eine Klage wegen Bioterrorismus an. Nachdem sich die juristische Basis für eine solche Anklage nicht halten ließ, müssen sich die Akademiker nun wegen Betrugs per Telefon und E-Mail verantworten, weil sie zur Bestellung der Bakterien einen offiziellen Account der Universität Pittsburgh, an der Ferrel lehrt, verwendet haben.

Siehe dazu auch Telepolis:

(wst)

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