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Project Athena: Intel kündigt Programm für bessere Notebooks an

Project Athena soll das nächste große Marketingprogramm nach Centrino und Ultrabooks werden.

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Project Athena: Intel kündigt Programm für bessere Notebooks an.

(Bild: c't / Florian Müssig)

Intel hat auf seiner CES-Pressekonferenz ein neues Marketingprogramm für Notebooks angekündigt, das vorerst unter dem Codenamen "Project Athena" läuft. In der Vergangenheit hatte Intel bereits zwei sehr erfolgreiche Marketingkampagnen gefahren: Das Centrino-Logo bekamen nur Notebooks mit WLAN-Modul, was zum damaligen Zeitpunkt noch alles andere als selbstverständlich war. Und die Ultrabook-Kampagne brachte dünne und leichte Notebooks mit langer Laufzeit in den Massenmarkt. In beiden Fällen gab Intel gewisse Eckdaten vor, die die Notebooks erfüllen mussten, um Teil der Kampagne zu werden. Die Notebook-Hersteller profitierten von Marketingzuschüssen.

Schnelle Reaktionszeit und KI-Assistenz

Für Project Athena gibt es noch keine harten Vorgaben, doch die grobe Stoßrichtung steht schon fest. Der Nutzer soll sich auf seine Arbeit fokussieren können und nicht auf das Gerät, was schnelle Reaktionszeiten und rasantes Aufwachen bedeutet. Gerne dürfen einem dabei Assistenten mit KI unter die Arme greifen – sei es bewusst wie bei Alexa, Cortana & Co oder unbewusst im Hintergrund.

Die Geräte sollen sich dem Nutzer und seinen Bedürfnissen anpassen, was wohl auf finderbedienbare Hybridgeräte hinausläuft. Und nicht zuletzt soll man sich keine Gedanken darüber machen, dass der Akku zuneige gehen könnte oder man eine schlechte Internetverbindung hätte.

Vor allem die beiden letzten Punkte klingen nach einem Frontalangriff auf die von Qualcomm propagierten Always-Connected-PCs mit Snapdragon-Prozessoren. Diese treten mit genau demselben Versprechen an, doch weil es sich bei den CPUs um ARM-Chips handelt, kämpfen sie mit einem geringen Angebot nativer Software und lahmer Emulation.

Bei Intels x86-Prozessoren fallen diese Nachteile weg – und weil Intel auch LTE- beziehungsweise demnächst 5G-Modems baut, könnten diese zu einem wichtigen Baustein von Project Athena werden. (mue)

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