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Project Atlas: EA startet Testphase für eigenen Cloud-Gaming-Dienst

Mit einem ersten Probelauf testet Publisher Electronic Arts die Auswirkungen realer und nicht immer optimaler Internetverbindungen aufs Spiele-Streaming.

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Screenshot aus Need for Speed Rivals.

(Bild: Electronic Arts)

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Publisher Electronic Arts plant unter dem Projektnamen Atlas einen eigenen Cloud-Gaming-Dienst. Innerhalb seines Playtesting-Programms will EA bald ausgewählte Nutzer der PC-Spieleplattform Origin zu einer Testphase einladen, um eine Vorabversion auszuprobieren. In der Testphase möchte EA Erfahrungswerte unter praxisnahen Bedingungen sammeln und unter anderem prüfen, wie Cloud Gaming mit verschiedenen Geräte und nicht immer optimalen Netzwerkbedingungen funktioniert.

Zum Start können teilnehmende Spieler die vier Titel FIFA 19, Titanfall 2, Need for Speed Rivals und Unravel testen. Die Spiele sind nicht zufällig ausgewählt: Sie sind unterschiedlich schnell und grafisch aufwendig, stellen also unterschiedliche Anforderungen an die Hardware und die Netzwerkverbindung – im Ego-Shooter Titanfall 2 zum Beispiel macht sich ein erhöhter Input-Lag schneller bemerkbar als in einem gemächlichen 2D-Spiel wie Unravel. In der Testphase laufen die Spiele über die Amazon Web Services (AWS).







EA sucht sich die Spieler aus der Playtesting-Community heraus. Interessierte Spieler müssen sich dort separat registrieren. Die Teilnehmer dürfen nicht über Praxiserfahrungen berichten, weil sie mit der Registrierung einer Verschwiegenheitserklärung (Non-Disclosure Agreement, NDA) zustimmen.

Die kommende Testphase ist ausschließlich auf dem PC verfügbar. EA betont jedoch, dass der Cloud-Gaming-Dienst in Zukunft auf weitere Geräte kommen soll, darunter Smartphones, Tablets und auch Smart-TVs. Crossplay soll dann unabhängig vom Endgerät zwischen allen Nutzern möglich sein.

Abschließend schreibt Ken Moss, Chief Technology Officer bei EA, im Blog, dass die Verbreitung von Cloud-Gaming nur noch eine Frage der Zeit sei – "es ist nicht länger eine Frage ob, sondern wann". Außer EA arbeiten derzeit zahlreiche weitere Anbieter an einem Cloud-Gaming-Dienst. (mma)