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Project Linda: Notebook-Dock für das Razer Phone

Der Gaming-Spezialist Razer zeigt auf der CES den Prototypen eines Notebook-Docks für sein Android-Smartphone Razer Phone.

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Project Linda: Notebook-Dock für das Razer Phone

(Bild: Razer)

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Alle Jahre wieder stellt der Gaming-Spezialist Razer zur CES ein neues Show-Konzept vor. Dieses Jahr hört es auf den Namen Project Linda und ist ein Notebook-Dock für das erst wenige Monate alte Smartphone Razer Phone. Das Phone wird dort eingesetzt, wo man bei herkömmlichen Laptops das Touchpad vorfindet; danach übernimmt sein Innenleben die Ansteuerung des Bildschirms.

Das Dock selbst enthält keine eigene Rechnerhardware, sondern stellt lediglich Peripherie bereit: Tastatur, Full-HD-Bildschirm, Zusatzakku für bis zu drei Smartphone-Ladungen und zusätzlichen Massenspeicher. Als Schnittstellen sind je eine USB-A- und USB-C-Buchse vorgesehen; über letztere werden Zusatz-Akku und Smartphone geladen. Der Smartphone-Bildschirm dient als Touchpad.

CES 2018: Razer Project Linda (7 Bilder)

Project Linda ist ein Notebook-Dock für das Razer Phone.
(Bild: c't / Florian Müssig)


Während vergangene Show-Konzepte wie Project Christine und Project Valerie eher abgefahren waren und wohl unter anderem deshalb nie Serienreife erlangt haben, wirkt Project Linda deutlich bodenständiger. Razer gab denn auch zu Protokoll, dass über eine Massenproduktion zwar noch nichts entschieden sei, doch die Chancen gar nicht einmal so schlecht stünden: Die Hardware ist schließlich vergleichsweise trivial, und da das Gehäuse vom Gaming-Notebook Razer Stealth 13 abgeleitet wurde, steht quasi schon eine Fertigungsstraße bereit.

Die größten Probleme sind rein Software-seitig: Anders als auf Promo-Bilder funktionieren in Realität nicht beide Bildschirme gleichzeitig, sondern nur das große 13,3-Zoll-Display – das "Touchpad" bleibt schwarz, obwohl man dies gerne anders hätte. Umgekehrt funktioniert der Notebook-Bildschirm wieder rein als Anzeige, obwohl man dort gerne Touch hätte.

Außerdem ist Project Linda nicht ohne Konkurrenz: Das ebenfalls auf der CES gezeigte Mirabook funktioniert nicht nur mit einem, sondern ganz unterschiedlichen Smartphones – wenngleich diese dort nicht nahtlos ins Notebook-Gehäuse integriert werden. Die Konkurrenz hat aber auch was gutes: Je mehr dieser Produkte es zur Marktreife schaffen, desto größer ist die Motivation von Software-Entwicklern, ihre Android-Apps an ein Nicht-Smartphone-Display anzupassen (mue)

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