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Project Wing: Mittagessen per Drohne

An der Virginia Tech werden in nächster Zeit Burritos per Drohne geliefert. Das Project Wing darf auf dem Testgelände der Luftfahrtbehörde und der Uni die Widrigkeiten von Essenslieferungen erforschen. Ob das Essen warm bleibt, ist eine Problemstellung.

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Eine Wingdrohne lässt während aktueller Tests eine Lieferung herab

(Bild: Medium.com)

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Die Entwickler von Googles Innovationslabor X wagen sich mit ihrem Project Wing an eine neue Testreihe. In diesem Monat sollen Menschen auf einem Testgelände der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) an der Hochschule Virginia Tech mittels Wing-Drohne mit Essen von einem Chipotle-Foodtruck beliefert werden. Wie der X-Chef Astro Teller in einem Beitrag im Medium-Netzwerk erklärt, habe sein Labor Essenslieferungen für Tests auserkoren, um sich gleich mehreren Herausforderungen zu stellen.

So müsse etwa die Food-Rush-Hour bewältigt werden – es könnten viele Bestellungen auf einmal eingehen, die mit einer zu koordinierenden Drohnen-Flotte abzuarbeiten sind. Die Lieferung bringe aber auch inhärente Probleme mit sich. Ob das Essen warm bleibe oder durch die Lieferung deformiert werde, müsse sich zeigen. Die Tests könnten deshalb darüber Aufschluss geben, wie Essenslieferungen am besten zu verpacken sind. Darüber hinaus wollen die Entwickler beobachten, wie Menschen, die mit Lieferdrohnen noch nicht in Berührung gekommen sind, auf die Geräte bei der Auslieferung reagieren.

Project Wing testet verschiedene Designs für seine UAS

(Bild: Project Wing)

Die Entwickler gehen von hunderten Flügen im Testzeitraum aus. Mehrere Tage wollen sie den Lieferservice per Wing-Drohne anbieten und damit reale Bedingungen für Lieferdrohnen simulieren. Die Tests sollen dazu beitragen, die nächste Wing-Generation bauen zu können.

Im Rahmen einer Veranstaltung des Weißen Hauses, hatte das Google-Mutterunternehmen Alphabet bereits Anfang August angekündigt, mit der Lieferung von Drittanbieter-Fracht auf Testgelände der FAA experimentieren zu wollen. Die erbrachten Daten werden der Regierung und der Luftfahrtbehörde zur Verfügung gestellt, um unter anderem über Gefahren im laufenden Betrieb aufzuklären.

Diese Wing-Form ist aus Tests in Australien bekannt

(Bild: Project Wing)

Für zukünftige Tests kann sich Teller vorstellen, dass der Lieferung noch Getränke oder verschiedene Gegenstände beigefügt werden. Dadurch könne getestet werden, wie die Ladung austariert werden muss. Die dadurch entstehende Gewichtszunahme der Ladung stelle auch eine Herausforderung dar.

Google trat mit seinem Project Wing im Jahr 2014 an die Öffentlichkeit. Der Konzern testete die Lieferdrohnen zu diesem Zeitpunkt in Australien, da dort die Beschränkungen in der Luftfahrt weniger strikt waren. Mittlerweile hat die FAA Richtlinien für die kommerzielle Nutzung von kleinen unbemannten Fluggeräten (UAS) herausgegeben, die mittlerweile auch in Kraft sind.

(kbe)