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Project Zanzibar: Microsofts interaktive Spiel- und Lernmatte

Die Forschungsabteilung von Microsoft hat eine interaktive Matte entwickelt, die per NFC und Elektroden Figuren erkennen und tracken kann. Project Zanzibar eignet sich laut Microsoft für interaktive Spiele und Lernanwendungen.

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Project Zanzibar: Microsofts interaktive Spiel- und Lernmatte

(Bild: Microsoft Research)

Ausrollen, Figuren draufstellen, loslegen: Die Forschungsabteilung von Microsoft hat Project Zanzibar vorgestellt, eine interaktive Matte für Spiele und Lernanwendungen. Die Zanzibar-Matte erkennt Spielfiguren anhand von NFC-Chips und kann deren Bewegungen folgen. Gesten und Touch-Eingaben verarbeitet sie außerdem mit einer Elektroden-Matrix, wie aus dem Paper zum Zanzibar-Konzept hervorgeht. Gesten sollen noch in 30 Millimeter Entfernung erkannt werden.

Jede Spielfigur, in den Demo-Fotos von Zanzibar sind es Playmobil-Männchen, bekommt in dem Konzept eine eigene ID, kann also mit Eigenschaften und "Erinnerungen" programmiert werden. Schließt man ein Display an das seitlich platzierte Gehäuse der Zanzibar-Matte an, werden Spielinhalte auch auf dem Bildschirm angezeigt werden. Die Playmobil-Männchen stehen dort dann nicht auf einer Matte, sondern etwa in einer Ritterburg. Ein Video von Microsoft Research verdeutlicht, wie das in der Praxis aussehen kann.

(Quelle: Microsoft Research)
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Keine Markteinführung angekündigt

Das angeschlossene Display kann Töne und Stimmen abspielen, um das Spielerlebnis zu erweitern. Mit Kamera-NFC-Elementen und speziell entwickelter Software können Kinder auf diese Weise kleine Filme spielen und drehen. Denkbar sind auch Kartenspiele, bei denen abgebildete Figuren auf dem angeschlossenen Bildschirm animiert dargestellt werden. Project Zanzibar soll sich außerdem für Lernanwendungen eignen.

Die prototypischen Lernanwendungen für Project Zanzibar orientieren sich an der Montessori-Pädagogik.

(Bild: Microsoft Research)

Bei Project Zanzibar handelt es sich um ein Konzept, das die spielerische Verschmelzung der digitalen und der physischen Welt ergründen soll – eine kommerzielle Markteinführung stellt Microsoft im Blog-Eintrag zur Vorstellung derzeit nicht in Aussicht. (dahe)

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