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Projekt "Die Astronautin": Pilotin und Meteorologin sind finale Kandidatinnen

Nach elf Männern soll endlich auch eine Frau aus Deutschland ins All fliegen. Das jedenfalls meint die Initiative "Die Astronautin" und sammelt dafür gegenwärtig Geld. Außerdem sucht sie die Glückliche. Nun dürfen sich nur noch zwei Hoffnungen machen.

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(Bild: dieAstronautin.de)

Auf der Suche nach der ersten deutschen Astronautin sind nun noch zwei Frauen aus Köln und Bonn im Rennen. Die Eurofighter-Pilotin Nicola Baumann und die Meteorologin Insa Thiele-Eich wurden aus den letzten sechs Kandidatinnen ausgewählt, wie Jury-Mitglied und Ex-Astronaut Ulrich Walter am Mittwoch in Berlin sagte. "Wir Deutsche dürfen stolz auf diese beiden Personen sein."

Die beiden Frauen sollen nun eine Ausbildung zur Astronautin beginnen. Nach Plan der privaten Initiative "Die Astronautin" wird eine von ihnen vor 2020 als erste Deutsche zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen – vorausgesetzt, das nötige Geld dafür kommt zusammen. Die Initiative will bis zum 31. April per Crowdfunding mindestens 50.000 Euro sammeln, um den ersten Trainingsabschnitt zu finanzieren. Bis Mittwoch waren rund 27.000 Euro zusammengekommen. Für die gesamte Mission mit angenommenen Kosten von rund 50 Millionen Euro sollen Sponsoren gefunden werden.

Aus Deutschland waren bislang nur Männer im All – elf an der Zahl. Der Erste war 1978 der DDR-Bürger Sigmund Jähn. Bei dem Projekt geht es auch darum, mehr Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften zu begeistern. Zunächst hatten sich mehr als 400 Frauen beworben, 80 von ihnen durchliefen medizinisch-psychologische Tests am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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(mho)