Menü

Provision für Internet-Promis: Amazon startet Influencer Programm in den USA

Der Online-Handelsriese lockt ausgewählte Blogger und Social-Media-Sternchen auf einer Beta-Plattform mit exklusiver Verkaufsprovision.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 10 Beiträge
Amazon

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Amazon hat in den USA sein so genanntes „Influencer Program“ gestartet. Es richtet sich an Social-Media-Prominente und Blogger. Wer sich dort registriert, erhält eine spezielle URL zum Online-Warenhaus und kann dort Produkte verlinken, Für jeden dort erfolgten Verkauf bekommt der Influencer eine Provision von Amazon.

Das Programm steckt noch in der Beta-Phase und ähnelt dem Affiliate Marketing des Konzerns. Influencer können bei Amazon aber nur jene werden, die hohe Follower-Zahlen vorweisen und regelmäßig Beiträge über kaufbare Artikel veröffentlichen. Interessierte müssen ihre Social-Media-Accounts im Profil hinterlegen.

Das Influencer-Programm funktoniert derzeit nur in den USA. Mitmachen darf aber nicht jeder.

(Bild: Amazon (Screenshot))

Entscheidend sei außerdem nicht nur die Reichweite, sondern auch eine hohe Interaktion mit der Fangemeinde. Die Qualität sowie die Regelmäßigkeit der Posts sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Momentan ist das Beta-Programm auf Amazons US-Shop beschränkt, zum Registrieren benötigt man eine Einladung. Wie viele Beiträge man braucht, gibt der Konzern nicht an.

Hinter „Influencer Marketing“ verbirgt sich ein verbreitetes Konzept: Unternehmen bezahlen prominente Youtuber oder Blogger dafür, dass sie ihre Produkte als Markenbotschafter positiv und mit Leidenschaft vorstellen. Viele Stars im Netz zeigen in ihren Beiträgen oft eher simple Inhalte. Sie sind aber bei jüngeren Zielgruppen sehr beliebt und üben dort durch ihre hohen Anhängerzahlen einen großen Einfluss aus.

Social-Media-Prominente sehen sich häufig mit dem Vorwurf der Schleichwerbung konfrontiert. Zuletzt ging die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein gegen einen Hamburger Youtuber vor, weil dieser in seinen Videos selbst vertriebene Produkte zeigte, dies aber nicht als Werbung kennzeichnete. (hze)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige