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Proximity: Samsungs Antwort auf Apples iBeacons

Das koreanische Unternehmen setzt wie Apple auf kleinen Bluetooth-Smart-Funkfeuer, bindet seinen Standort-bezogenen Dienst aber auf Betriebssystemebene ein.

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Proximity: Samsungs Antwort auf Apples iBeacons

Samsung hat auf seiner Developer Conference in San Francisco einen Standort-bezogenen Dienst namens „Proximity“ vorgestellt. Wie bei Apples iBeacons sollen dabei kleine Bluetooth-Smart-Sender in Geschäften installiert werden, die Kunden mit passenden Smartphones weitergehende Informationen - etwa zu Produkten oder laufenden Sonderaktionen - geben. Weiterhin soll Proximity etwa auf Flughäfen und in Museen zum Einsatz kommen, um Reisenden beziehungsweise Besuchern automatisch weiterführende Informationen zu liefern.

In einem Punkt soll sich Proximity allerdings vom iBeacon-Ansatz deutlich unterscheiden: Während man auf iPhones die jeweils passende App zur Nutzung des Standort-bezogenen Dienstes eines Händlers installiert haben muss, will Samsung seine Version nach US-Medienberichten auf Betriebssystemebene in seine Smartphones integrieren. Somit würden demnach Nutzer von Samsung-Smartphones in jedem Laden, der Proximty-Beacons nutzt, „wichtige Verbraucherinformationen“ erhalten – was auch Händlersicht sicher eine tolle Sache ist, viele Anwender aber wohl schnell nerven dürfte. Auch wenn diese Informationensflut durch den Kunden eingedämmt werden könnte, besteht die Chance, dass sich Anwender eher belästigt denn informiert fühlen.

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Einige US-Medienberichte widersprechen der Darstellung, dass Samsung seine neue Marketing-Plattform auf Betriebssystem-Ebene einbindet. Vielmehr werde das Unternehmen eine eigene Proximity-App veröffentlichen, die als "Uber-Application" Nachrichten von allen Partnerunternehmen entgegennehme und auf dem Smartphone präsentiere. Laut beekn.net gibt Samsung Entwicklern aber auch die Möglichkeit, eigene Apps auf Grundlage der neuen Plattform zu erstellen. Händler können die Proximity-App nur nutzen, wenn sie sich als Partner bei Samsung registieren. Bei den Bluetooth-Smart-Funkfeuern soll es sich wiederum um ganz gewöhnliche Beacons handeln. (nij)