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Prozessoren: AMDs Ryzen 9 und Intel Core X sind nur schlecht verfügbar

Intel wird laut einem Medienbericht künftig Prozessoren bei Samsung fertigen lassen, um seine Lieferprobleme in den Griff zu bekommen.

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(Bild: Mark Mantel / heise online)

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AMDs 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 3900X ist seit Monaten nur bei wenigen Händlern verfügbar und kostet daher mehr, als AMD empfiehlt. Den 16-Kerner ereilt seit der Vorstellung vergangene Woche das gleiche Schicksal: Eigentlich sollte der Ryzen 9 3950X (ab 865 €) 830 Euro kosten, bestell-, aber nicht lieferbar ist er allerdings nur vereinzelt ab 900 Euro.

Intels Prozessorserie Core X-10000, angeführt vom 18-Kerner Core i9-10980XE (Codename Cascade Lake-X), ist trotz offiziellen Verkaufsstarts noch gar nicht verfügbar. Intel hat die High-End-Desktop-CPUs (HEDT) zur Computex im Mai 2019 angekündigt, die Spezifikationen im Oktober enthüllt und Ende November den Marktstart bekanntgegeben. Die baugleichen Xeon-Modelle für Server (Cascade Lake-SP) sind schon seit April 2019 erhältlich. Nur eine Handvoll Händler listen die Core-X-10000-CPUs überhaupt. Auch die nahezu identische Vorgängerserie Core X-9000 (Skylake-X) ist kaum noch verfügbar.

Bei den AM4-Topmodellen Ryzen 9 3950X und 3900X stellt laut AMD vor allem die Selektierung eine Herausforderung dar. Der Hersteller bewirbt die beiden Prozessoren mit den höchsten Boost-Taktfrequenzen von bis zu 4,7 GHz innerhalb der kompletten Zen-2-Familie. Die Nachfrage soll das Angebot entsprechend hoch taktender CPU-Chiplets übersteigen. Die günstigen Ryzen-Prozessoren mit niedrigeren Taktraten sind daher deutlich besser verfügbar und auch der 24-Kerner Ryzen Threadripper 3960X (ab 1479,90 €) befindet sich bei zahlreichen Händlern auf Lager. Lediglich beim 32-Kerner Ryzen Threadripper 3970X (ab 2078,95 €) sieht die Liefersituation schlecht aus – er benötigt vier vollfunktionstüchtige CPU-Chiplets ohne jegliche Belichtungsdefekte.

Intel hat nicht genügend Fertigungskapazitäten bei seinem 14-Nanometer-Prozess und priorisiert deswegen die profitabelsten Märkte. Die Cascade-Lake-Siliziumchips verkauft Intel deswegen vorrangig als Xeon-Prozessoren für mehrere Tausend US-Dollar. Laut der südkoreanischen Maekyung Media Group soll Intel einen Teil seiner Prozessorproduktion zum Auftragsfertiger Samsung auslagern, der bereits seinen 7-nm-Prozess zum Laufen bekommen hat – dieser soll in seinen elektrischen Eigenschaften mit Intels problembehafteter 10-nm-Fertigung vergleichbar sein. (mma)