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Putz-Roboter für hunderte Walmart-Filialen

Selbstfahrende Putzgeräte sollen bald in Walmart-Filialen den Boden reinigen. Das Steuersystem stammt vom Startup Brain.

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Eine Scheuersaugmaschine in einem Supermarkt

Herkömmliche Maschinen werden für Selbstfahr-Betrieb aufgerüstet.

(Bild: Brain)

Walmart, die größte Einzelhandelskette der Welt, setzt auf selbstfahrende Scheuersaugmaschinen. Sie säubern in Walmart-Filialen selbsttätig den Boden und weichen dabei Personen und anderen Hindernissen aus. Es handelt sich um herkömmliche, für die Bedienung durch Menschen konstruierte Putzgeräte, die mit Sensoren und einem Steuersystem der Firma Brain aufgerüstet wurden.

Natürlich fehlt auch nicht ein Reporting-System in der Cloud, das Protokoll über die Putzfahrten führt. Auf einen erfolgreichen Pilotversuch folgt derzeit die Aufrüstung in Stückzahlen, wie Brain bekanntgegeben hat. Über hundert selbstfahrende Geräte seien in US-Filialen Walmarts bereits im Einsatz, bis Ende kommenden Monats sollen es 360 werden. Zu dem Termin endet das Finanzjahr der Einzelhandelskette.

Die selbstfahrenden Reinigungsmaschinen sind keineswegs das einzige Roboter-Projekt der Kette. So probiert sie etwa Inventarisierungs-Roboter des Startups Bossa Nova aus und testet selbstfahrende Straßenfahrzeuge für Lieferfahrten.

2,2 Millionen Beschäftigte

Walmart betreibt in 27 Ländern unter 55 Markennamen mehr als 11.200 Filialen, wo etwa 2,2 Millionen Menschen beschäftigt werden. Alleine 1,5 Millionen davon arbeiten in den USA, wo das Unternehmen über 4.750 Walmart-Filialen sowie knapp 600 Standorte der Marke Sam's Club betreibt. In Europa betreibt die Firma in Großbritannien mehr als 600 Filialen.

Brain ist ein Startup, das vor acht Jahren in San Diego gegründet wurde und mit Wagniskapital von Softbank und Qualcomm finanziert wird. Erklärter Unternehmenszweck ist die Entwicklung "intelligenter, autonomer Navigationssysteme für alltägliche Maschinen." (ds)

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