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Qemu 1.2.0 verbessert Live Migration

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Unterstützung zum Durchreichen von PCI-Geräten an Hardware-virtualisierte Xen-Gäste ist eine der Neuerungen von Qemu 1.2.0. Der System-Emulator, den die Virtualisierer KVM und Xen nutzen, der aber auch unabhängig davon nutzbar ist, kann nun auch laufende Gastsysteme auf andere Wirte verlagern (Live Migration), wenn die Gäste USB-Datenträger und durchgereichte Geräte (Passthrough Devices) nutzen; zudem soll bei Gastsystemen mit viel Arbeitsspeicher die Live Migration zuverlässiger arbeiten.

Der Qemu Guest Agent (GA) unterstützt nun ein Fstrim-Kommando, um freigewordene Speicherbereiche dem Datenträger zu melden, was für SSDs und Storage-Systeme mit Thin Provisioning interessant ist. CD-Laufwerke lassen sich nun via AHCI ansprechen und Qemu-Img bietet ein Check-Kommando zum Reparieren von Qcow2- und Qed-Images. Der "Lazy Refcount Mode" soll die Writethrough-Performance der Qcow2-Unterstützung verbessern. Standard-Cache-Verfahren der Block-Layers ist nun "Writeback"; über eine neue Schnittstelle können Gastsysteme nun die Konfiguration des Write-Caches verändern, um die Performance oder den Anfälligkeit vor Datenschäden bei Abstürzen zu verbessern.

Qemu 1.2.0 unterstützt die Emulation von drei weiteren SCSI-Adaptern, was zum Betrieb älterer Betriebssysteme interessant sein kann. Neu ist auch die Emulation eines OpenRISC-Systems und der ARM-Plattform i.MX32. Zudem unterstützt Qemu jetzt die ARM-Technik LPAE (Large Physical Eddress Extensions) bei Plattformen mit Cortex-A15-CPU. Eine Übersicht über diese und weitere Neuerungen von Qemu 1.2.0 liefert das ChangeLog. (thl)

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