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Quecksilber-freies LCD-Backlight

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Für seine Quecksilber-freie Hintergrundbeleuchtung aus Flat Fluorescent Lamp (FFL) hat NuLight Technologies die VDE-Zulassung bekommen. Das von Delta Electronics und LCD-Hersteller CMO im vergangenen Jahr gegründete Joint Venture NuLight hatte ihr FFL-Backlight hierzulande erstmals auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt.

Statt an Quecksilberteilchen zündet das Plasma in FFLs an Xenon-Gas

Während herkömmliche Kaltkathodenlampen (CCFL) Röhrenform besitzen, deren Licht mit dünnen Leitfolien hinter dem Schirm verteilt werden muss, handelt es sich bei FFLs um Flächenstrahler. Sie empfehlen sich damit auch und vor allem für große Fernsehschirme. Die Lichterzeugung gleicht der in herkömmlichen CCFLs, nur dass in FFLs statt Quecksilber das Edelgas Xenon für die Plasmaentladung genutzt wird.

Als weitere Vorteile nennt NuLight eine Lebensdauer von 100.000 Stunden gegenüber den etwa 50.000 Stunden herkömmlicher CCFLs. Mit ihrem Temperaturbereich von –40 bis 85 Grad Celsius eignen sich die FFLs prinzipiell auch für den Einsatz im Auto. Außerdem arbeiten sie in diesem weiten Temperaturbereich mit nahezu konstanter Helligkeit, und die bei CCFLs übliche Aufwärmphase entfällt. Die kurzen Schaltzeiten von unter einer Millisekunden sollten auch für gepulste Anwendungen etwa als Blinking Backlight zur Reduzierung von Bewegungsunschärfen in LCDs ausreichen. Flachdisplays sollen dank der schärferer Farbspektren des FFL-Backlight zudem einen größeren Farbumfang erzielen. Der größere Farbraum der LEDs lässt sich mit FFLs aber wohl nicht erreichen.

Ob die umweltfreundlichen FFLs dem LED-Backlight, das derzeit stark im Kommen ist, Konkurrenz machen können, hängt auch von ihrer Effizienz ab. Die Planon-Lichtkachel, die vor einigen Jahren von Osram entwickelt wurde und nach dem gleichen Prinzip wie NuLights FFL arbeitet, konnte sich unter anderem mangels akzeptabler Energieeffizienz – die Lichtausbeute pro zugeführter Energie – nicht am Markt behaupten. (uk)