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Qwant startet eigenen Kartendienst

Mit Qwant Maps startet ein eigener Kartendienst der französischen Suchmaschine Qwant. Nutzerdaten werden nicht erfasst oder gespeichert.

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Die französische Suchmaschine Qwant hat ihren eigenen Kartendienst in der Beta-Version gestartet: Qwant Maps. Von der Konkurrenz absetzen will sich der Dienst mit besonderer Datensicherheit und dem Schutz der Privatsphäre. Qwant verspricht, keine "eingehenden Daten" zu speichern oder den Nutzer zu tracken. Das Kartenmaterial bezieht die Suchmaschine von OpenMapTiles.org.

Mit der Erweiterung des Angebots kommt Qwant dem selbst gesteckten Ziel näher, "relevante Online-Bereiche abzudecken". Ein Kartendienst habe sich schon lange auf der Wunschliste der Nutzer befunden, erklärt Wolf Hisserich, Geschäftsführer von Qwant Deutschland. Viele bereits verfügbare Angebote würden viele persönliche Daten der Nutzer erfassen und sammeln, kritisiert Hisserich. Die Dienste würden "systematisch jede unserer Bewegungen" erfassen, um diese dann "zu analysieren und für gezielte Werbezwecke zu nutzen". Qwant Maps verzichtet darauf, bietet den Nutzern aber optionale Möglichkeiten zu Personalisierung. Die Daten speichert Quant dann "sicher und verschlüsselt" auf den Geräten der Nutzer.

Qwant Maps funktioniert auch auf Mobilgeräten. Noch befindet sich der Kartendienst in der Beta, es können also noch Fehler auftauchen. Der gesamten Quellcode ist Open Source und auf GitHub einsehbar. Die Suchmaschine ging 2013 online, ein Jahr später folgte eine deutsche Version. Zum 5. Geburtstag schenkte sich Qwant ein runderneuertes Design. 2020 will die Suchmaschine einen Marktanteil von 5 bis 10 Prozent erreichen; in Frankreich sind es schon heute 5 Prozent. (dbe)