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RFID-Standard wichtiger als Patentquerelen

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Trotz Patentquerelen zwischen einigen Industriemitgliedern hat sich das Standardisierungsgremium EPC Global auf die Generation 2 seiner Spezifikation für RFID-Systeme zur Funkidentifizierung von Handelswaren im Frequenzbereich UHF geeinigt. Binnen gerade einmal einer Woche konnten sich die beteiligten Firmen darauf verständigen, ihre Unstimmigkeiten über die gegenseitige Würdigung von Patenten vorerst beiseite zu legen.

Stattdessen wurde ein technischer Kompromiss festgeklopft, mit dem sich die Kommunikation zwischen RFID-Tags und zugehörigen Lesegeräten vereinheitlichen lässt. Am Mittwochabend verkündete die zuständige EPC Hardware Action Group, man habe einen Konsens erzielt und wolle diesen als abschließenden Arbeitsentwurf innerhalb EPC Global veröffentlichen.

In welcher Form dieses Papier den bereits in c't 9/04 prognostizierten variablen Code auf RFID-Etiketten unterstützt, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen. Nach Insider-Äußerungen soll der kommende Standard neben einigen fixen auch veränderbare Daten auf den Etiketten unterbringen. Demnach sollen bestimmte Daten zunächst mit einem öffentlich zugänglichen Schlüssel auf dem Tag kodiert werden und damit für jedermann lesbar sein, etwa beim Endverkauf eines markierten Artikels aber an der Registrierkarte auf einen zufälligen Schlüssel umkodiert werden, sodass danach niemand mehr darauf zugreifen kann. (hps)