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RIM verdoppelt den Gewinn

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Der BlackBerry-Anbieter Research in Motion (RIM) wächst trotz der US-Konjunkturkrise rasant und sieht für seinen mobilen E-Mail-Dienst weiter starke Nachfrage. Der kanadische Konzern konnte Gewinn und Umsatz zuletzt mehr als verdoppeln. Neben Geschäftskunden greifen immer mehr private Nutzer zu den Smartphones – einem Mix aus Handy und Taschencomputer. "Die Aussichten für RIM sind besser denn je", sagte Co-Unternehmenschef Jim Balsillie am Mittwochabend nach Börsenschluss im kanadischen Waterloo.

Der Gewinn stieg im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2007/2008, das zum 1. März endete, um 120 Prozent auf 413 Millionen Dollar. Der Umsatz verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal gut auf 1,9 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro). RIM gewann für seinen Dienst 2,18 Millionen neue Kunden hinzu – trotz zuletzt zweier imageschädigender Ausfälle des Service. Insgesamt gibt es nun 14 Millionen BlackBerry-Abonnenten, rund ein Drittel davon außerhalb der USA.

Für das laufende Quartal rechnet RIM mit rund 2,2 Millionen neuen Kunden. Der Umsatz soll zwischen 2,23 Milliarden und 2,30 Milliarden Dollar liegen, der Gewinn je Aktie zwischen 0,82 bis 0,86 Dollar. Mit den Zahlen übertraf RIM die Analystenerwartungen. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent auf über 121 Dollar. In den vergangenen zwölf Monaten kletterte der Kurs um etwa 150 Prozent.

Mobile Internet- und E-Mail-Nutzung ist derzeit ein großer Trend und RIM einer der stärksten Player vor allem bei Geschäftskunden. Die Unternehmen würden trotz Einsparungen wegen der Konjunkturkrise weiter BlackBerry-Geräte kaufen, sagte Balsillie. Um noch mehr private Nutzer zu gewinnen, arbeitet RIM unter anderem an einem Gerät mit berührungsempfindlichem Bildschirm als Konkurrenz zu Apples iPhone-Handy.

Apple wiederum will das iPhone weiter aufrüsten und so auch die Geschäftswelt erobern. Auch Microsoft kämpft mit einer mobilen Variante seines Betriebssystems Windows um den lukrativen Wachstumsmarkt. Wettbewerber Palm, einst Vorreiter bei Taschencomputern, leidet derzeit unter massiven hausgemachten Problemen und roten Zahlen.

Im Gesamtjahr 2007/2008 verdoppelte RIM den Umsatz fast auf 6,0 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg noch etwas stärker auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Konzern verkaufte 14 Millionen Geräte, rund 4,4 Millionen davon im Schlussquartal. (dpa) / (anw)