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RIM zeigt Details zu BlackBerry 10

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Zum Auftakt des BlackBerry Jam Americas in San Jose stellte RIM CEO Thorsten Heins die dritte Beta von BlackBerry 10 sowie ein neues Developer-Gerät vor. Die Endkunden werden wohl bis Anfang des ersten Quartals 2013 warten müssen.

BlackBerry 10 Dev Alpha B

(Bild: Research in Motion)

"BlackBerry 10 Dev Alpha B" lautet der sperrige Name der neuen Hardware. Das Gehäuse wirkt wie ein Erlkönig: Bildschirm und Bedienelemente sind eingelassen, eine viel zu dicke, kantige Kiste verbirgt die Elektronik. RIM sagt, von der im Mai vorgestellten "Dev Alpha" habe es nicht genug Exemplare gegeben und man habe deshalb eine neue Serie aufgelegt. Gemunkelt wird dagegen, das sei schon das fertige Gerät, nur eben in einem klobigen Äußeren. Das wenige, was man an Specs erfährt, passen exakt zu den Spekulationen über die ersten BB10-Geräte, Codename "London", nunmehr L-Series genannt.

Auf dem Dev Alpha B läuft "Beta 3 SDK", und das zeigt bereits zu großen Teilen die künftige Oberfläche. BlackBerry 10 ist wie das PlayBook OS auf QNX aufgebaut und bedient alle laufenden Anwendungen mit vollem Multitasking. Die Oberfläche zeigt aktive Anwendungen in einer verkleinerten Übersicht. Wischt man von rechts auf das Display, dann sieht man alle Anwendungs-Icons ähnlich wie auf einem iPhone. Man kann sie manuell anordnen und in Ordnern organisieren.

"Peek" in den BlackBerry Hub

(Bild: Research in Motion)

BlackBerry 10 bietet auch etwas, was bisher kein Hersteller in dieser Form gezeigt hat: RIM nennt das "Peek", was sich am besten als "mal gucken" übersetzen lässt. Mit einer speziellen Geste wischt man von unten auf den Bildschirm und dann in einem Haken nach rechts. Dabei zieht man die aktuelle Anwendung nach rechts aus dem Bildschirm und von links erscheint der BlackBerry Hub, eine Übersicht aller aktuellen Nachrichten. Die können aus der E-Mail stammen, aber auch aus BBM (BlackBerry Messenger), Twitter, Facebook oder LinkedIn. Später sollen sich dort auch andere Anwendungen einnisten.

Die Beta 3 enthält nun einige der BlackBerry-Kernanwendungen: das Message Center, Kontakte, Kalender und den BlackBerry Messenger (BBM). Dazu stellt RIM ein neues C/C++-Plug-in für Visual Studio vor. Die Entwicklung von HTML5-Anwendungen unterstützt RIM mit einer neuen Version von Ripple.

Der Auftritt vor einer treuen Fangemeinde in San Jose dürfte Thorsten Heins Spaß gemacht haben. Am Donnerstag aber wird er die Quartalsergebnisse seiner Firma präsentieren müssen. Und die könnten bitter werden. Heins zeigte sich in San Jose zuversichtlich, dass RIM BlackBerry 10 als dritte Plattform hinter iOS und Android etablieren kann. Dazu müssen allerdings erst noch die Anwendungsentwickler RIMs Liebe erwidern.

[Update 26.09.2013 9:45 Uhr: Ursprünglich stand in der Meldung, erste Geräte würden zum zweiten Quartal 2013 erscheinen, angekündigt sind sie aber für Januar, also das erste Quartal. Das wurde korrigiert.] (vowe)

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