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RISC-V-Bastelcomputer für Schüler und Developer

SiFives "Learn Inventor" zielt mit MicroPython und Sensoren nicht nur auf Schüler, sondern mit WLAN, RTOS und JTAG auch auf IoT-Einsatz an der AWS-Cloud.

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SiFive Learn Inventor mit RISC-V-Mikrocontroller Freedom Everywhere FE310

(Bild: SiFive/AWS)

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Mehrere Fliegen mit einer Klappe versucht der RISC-V-Pionier SiFive zu schlagen: Der ab Mitte Dezember für knapp unter 50 Euro lieferbare "Learn Inventor" ist für mehrere Zielgruppen gedacht. Der beim britischen Händler Pimoroni vorbestellbare Bastelcomputer mit dem SiFive-Chip Freedom Everywhere FE310 (RISC-V RV32IMAC) ist schon mit einigen Sensoren und einer RGB-LED-Matrix (6×8) bestückt; die Programmierung soll auch in MicroPython möglich sein. Mehrere GPIO-Anschlüsse sind einsteigerfreundlich auf Kontaktzungen am Platinenrand herausgeführt.

Doch der SiFive Learn Inventor lässt sich auch mit Amazon FreeRTOS als IoT-Gerät in die AWS-Cloud einbinden und ist wurde als zertifiziertes AWS Partner Device auf der aktuell laufenden AWS-Veranstaltung re:Invent vorgestellt. Dazu bringt der Learn Inventor auch WLAN und Bluetooth 4.2 mit, und zwar in Form eines Espressif-Moduls mit ESP8266.

Ein weiterer Zusatzchip bindet das JTAG-Interface Segger J-Link an, mit dem sich der SiFive FE310 programmieren und debuggen lässt – Segger unterstützt seit einer Weile auch RISC-V-RV32-Mikrocontroller.

Laut Pimoroni hat der SiFive FE310 64 KByte internen SRAM-Speicher. Auf dem Learn Inventor sitzt noch ein Flash-Chip mit 512 KByte für Programme.

Schon seit rund zwei Jahren ist das SiFive-Bastelboard HiFive1 mit FE310 lieferbar; es ist aber noch teurer als der Learn Inventor. Viel billiger, aber auch mager ausgestattet ist der Sipeed Longan Nano mit RISC-V-Mikrocontroller des chinesischen Herstellers GigaDevice. Der Longan Nano lässt sich mit PlatformIO programmieren. (ciw)