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RISC-V: Entwickler-Board mit 64-Bit-Chip und Linux ab Juni

Der SiFive U540 ist der erste Chip mit der offenen 64-Bit-RISC-V-Architektur; seine vier RV64GC-Kerne laufen auch mit Linux.

SiFive HiFive Unleashed mit Freedom U540 (RISC-V RV64GC)

SiFive HiFive Unleashed mit Freedom U540 (RISC-V RV64GC)

(Bild: SiFive)

Die 64-Bit-Versionen der offenen RISC-V-Mikroarchitektur waren bisher nur in FPGA-Chips nutzbar; nun kündigt SiFive den RV64GC-Prozessor Freedom U540 mit vier U54-Kernen, 2 MByte L2-Cache, bis zu 1,5 GHz Taktfrequenz und DDR4-Speicher-Controller an. Das Entwickler-Board HiFive Unleashed mit einem Freedom U540, 8 GByte RAM und Gigabit Ethernet kann man bei Crowdsupply für 999 US-Dollar vorbestellen, SiFive will es ab Juni ausliefern. Für 1250 US-Dollar gibt es 60 Boards schon im März.

Der 28-nm-Chip Freedom U540 ist ein System-on-Chip (SoC), das außer den U54-Kernen auch einen E51 als "Management Core" enthält (RV64IMAC) sowie Controller für Gigabit Ethernet, SD-Karten und Schnittstellen wie SPI und I²C.

PCIe, SATA oder auch USB fehlen allerdings; sie lassen sich per ChipLink anbinden, etwa mit Hilfe eines FPGA-Chips. SiFive kooperiert bei ChipLink mit der Firma Microsemi, deren PolarFire-FPGAs ChipLink-tauglich sind.

Auf dem HiFive Unleashed sind noch ein SPI-Flash-Chip mit 32 MByte Kapazität für Firmware vorhanden sowie ein MicroSD-Kartenleser. Ein FTDI FT2232H stellt einen USB-Port zum Programmieren bereit.

Der kürzlich freigegebene Linux-Kernel 4.15 unterstützt RISC-V. Das Arduino-kompatible Developer-Board SiFive HiFive1 mit dem 32-Bitter SiFive E310 hingegen läuft etwa unter dem mittlerweile von Amazon gepflegten FreeRTOS. (ciw)

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