Rack-Server mit 2 bis 16 ARM-Prozessorkernen

Die US-Firma ZT Systems kündigt einen flachen 19-Zoll-Server für jeweils acht Dual-Core-CPU-Module und Solid-State Disks an.

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Von
  • Christof Windeck

Mit maximal 80 Watt Leistungsaufnahme unter Volllast gehört der flache Rack-Server ZT Systems R1801e mit einer Höheneinheit (1 HE) Bauhöhe zu den besonders sparsamen Maschinen. Er arbeitet allerdings auch nicht mit x86- oder x64-CPUs von AMD oder Intel und herkömmlichen Magnetfestplatten, sondern setzt auf Systems-on-Chip (SoCs) mit je zwei ARM-Cortex-A9-Prozessorkernen sowie auf Solid-State Disks (SSDs), also Flash-Speicher.

ZT Systems hat nach eigenen Angaben möglichst Standardbauteile verwendet, etwa bei Gehäuse und Netzteil (250 Watt). Das Mainboard wurde aber speziell entwickelt, denn es nimmt ein bis acht sogenannter Systems-on-Module (SoMs) der Firma Phytec America auf. Diese tragen die eigentlichen SoCs, die wiederum von STMicroelectronics stammen (SPEAr1310). Der Chip enthält außer zwei mit maximal 600 MHz taktenden Cortex-A9-Kernen noch mehrere I/O-Controller, etwa für SATA- und Gigabit-Ethernet-Ports.

Jedes SoM nutzt 1 GByte fest aufgelöteten Hauptspeicher und 1 GByte Flash-Speicher. Jede SSD ist mit einem bestimmten SoM verbunden. Zwei Gigabit-Ethernet-Switches mit je vier Ports verknüpfen die SoMs untereinander und mit zwei externen Ports. Als Betriebssystem spielt ZT Systems eine nicht näher bezeichnete ARM-Version von Ubuntu Server auf.

ZT Systems sieht den R1801e noch nicht als Produktivsystem, sondern als Testplattform für die Software-Entwicklung sowie für die Validierung von Konzepten. (ciw)