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Radeon HD 5700: Sparsame DirectX-11-Karten mit viel Leistung

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Die 18,5 Zentimeter lange Radeon HD 5750 hat einen sechspoligen Stromanschluss.

Etwas langsamer als eine Radeon HD 4870 ist die DirectX-11-kompatible Radeon HD 5770.

AMD legt den vor kurzem gestarteten DirectX-11-Radeons der 5800er-Serie nun bereits zwei neue Performance-Grafikkarten nach. Zur neuen 5700er-Serie gehören die Radeon HD 5770 und HD 5750, die sich in ihrer 3D-Leistung zwischen den Radeon HD 4850 und Radeon HD 4870 einordnen. Beide Grafikkarten gibt es jeweils mit 512- und 1024 MByte GDDR5-Speicher. Entsprechend gestaltet sich auch der Preisrahmen: Zwischen 109 US-Dollar (HD 5750, 512 MByte) und 159 US-Dollar (HD 5770, 1024 MByte) sollen die Performance-Modelle laut AMD kosten.

Die Radeon HD 5770 besitzt 800 Shader-Einheiten und damit halb soviel wie eine Radeon HD 5870. Die Kerne laufen bei 850 MHz Taktfrequenz und erreichen damit eine theoretische Rechenleistung von 1,36 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde (TFlops) bei einfacher Genauigkeit. 40 Textureinheiten sorgen für eine Füllrate von zirka 34 GTexel/s. Der Speicher arbeitet mit 1200 MHz und ist über 128 Datenleitungen angebunden, was zu einer Datentransferrate von 76,8 GByte/s führt. Eine SIMD-Einheit weniger, und damit 720 Shader- und 36 Textureinheiten, besitzt die billigere Radeon HD 5750, deren GPU mit 700 MHz (1,008 TFlops) arbeitet. Der Speicher läuft mit 1150 MHz (73,6 GByte/s).

Für aktuelle Spiele bieten beide Grafikkarten zumindest bis zur Auflösung 1680 × 1050 genügend Leistung. In unseren Messungen berechnet eine Radeon HD 5770 bei der Arcade-Flugsimulation HAWX in der Auflösung 1680 × 1050 mit vierfacher Kantenglättung und sechzehnfachem anisotropen Filter noch 30 Bilder pro Sekunde (fps). Die HD 5750 schafft in dieser Einstellung 24 fps. Zum Vergleich: Die Radeon HD 4850 erreicht 21 fps, eine HD 4870 stellt 31 fps dar. Möchte man bei extrem anspruchsvollen Spielen wie Crysis oder Stalker Clear Sky bei maximalen Details noch Antialiasing hinzuschalten, so sollte man bei hohen Auflösungen lieber auf die HD-5800-Serie schielen.

Beide Grafikkarten haben einen zusätzlichen sechspoligen Stromanschluss und sind besonders im Windows-Desktop-Betrieb sehr sparsam. So verbraucht die Radeon HD 5770 dabei nur gemessene 18 Watt. Bei 3D-Spielen zieht sie durchschnittlich 70 Watt aus dem Netzteil. AMD gibt als Spitzenleistungsaufnahme 108 Watt an. Die Radeon HD 5750 (TDP: 86 Watt) verbraucht im Leerlauf zirka 15 Watt und in 3D-Spielen im Mittel 57 Watt. Angenehm leise ist die Radeon HD 5770 mit Referenzkühler im Leerlauf (0,4 Sone). Die Radeon HD 5750 ist bei 0,7 Sone merklich lauter. Unter Last hört man die Radeon HD 5770 (0,9 Sone) und HD 5750 (1,1 Sone) auch aus einem geschlossenen Gehäuse heraus.

Die 1-Gigabyte-Modelle sind bereits ab 115 Euro (HD 5750) beziehungsweise 135 Euro (HD 5770) in den Preissuchmaschinen gelistet. Bis die 512-MByte-Varianten erhältlich sind, dürften noch einige Wochen vergehen.





(mfi)

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