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Radeon-Treiber Crimson 17.7.2: Enhanced Sync, verbessertes Streaming und User Interface

Der neue Radeon-Treiber 17.7.2 bringt viele neue Funktionen für Gamer und Streamer. Außerdem führt er alle Grafik-Einstellungen nun in einer Oberfläche zusammen.

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Radeon-Treiber Crimson 17.7.2: Enhanced Sync, verbessertes Streaming und User Interface

(Bild: AMD)

AMD hat einen neuen Radeon-Grafikkartentreiber fertiggestellt, der ab sofort verfügbar sein soll. Der Treiber trägt die Bezeichnung Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.2 und enthält zahlreiche Verbesserungen und sogar neue Funktionen. Er funktioniert mit Radeon-Grafikkarten der Serien R5/R7 200 und 300, RX 400 und RX 500 sowie den entsprechenden Notebook-Varianten.

AMD räumt mit dem Crimson 17.7.2 die Benutzeroberfläche auf und verfrachtet alle erweiterten Einstellungen in die "Radeon Settings". Somit fällt die alte, erweiterte Dialogansicht weg. Das sorgt für mehr Übersicht reduziert die Anzahl der Klicks, die Nutzer zum Erreichen von speziellen Funktionen wie Farbtiefe und Farbformat brauchen. Neuerdings lassen sich Farbeinstellungen für jedes Display einzeln konfigurieren (Helligkeit, Farbton, Kontrast, Sättigung).

Das Aufzeichnen von Spielen oder anderen Bildschirminhalten über ReLive soll sich mit dem neuen Treiber verbessern. Die maximale Aufnahme-Bitrate steigt von 50 auf 100 MBit/s, was für eine besonders scharfe Darstellungsqualität sorgen soll. Außerdem lässt sich das Webcam-Bild-Overlay des Spielers nun transparent schalten, sodass die Spielfläche durchschimmert. Außerdem hat AMD nun die Audio-Einstellungen fürs Streaming erweitert: Nun lässt sich ein Lautstärke-Boost-Modus sowie Push-to-Talk über Keyboard und Maus aktivieren. Dazu kommen neue Echtzeit-Benachrichtigungen, etwa beim Speichern des Instant-Replays, zur Spielzeit und zu möglichen Netzwerk-Verbindungsproblemen. Außerdem will AMD die Speichernutzung des ReLive-Tools beim Streaming vermindert haben.

Die durch das Begrenzen der Bildrate arbeitende Last-Stromsparfunktion Radeon Chill soll nun auch unter DirectX 12 und Vulkan, im Multi-GPU- und Dual-Graphics-Betrieb (Laptops) und über Radeon XConnect über externe Grafikboxen funktionieren. In den Grafiktreiber-Einstellungen lässt sich die minimale und maximale Bildrate festlegen.

AMD führt außerdem den Synchronisierungsmodus Enhanced Sync ein. Die adaptive Technik deaktiviert die vertikale Synchronisierung, sofern die Bildrate der Grafikkarte unter der Bildwiederholfrequenz des Displays liegt. Erzeugt die Grafikkarte eine höhere Bildrate, zeigt Enhanced Sync jeweils das letzte komplett gerenderte Bild aus dem Framebuffer an. Enhanced Sync funktioniert laut AMD sowohl auf Displays mit festgelegter Bildwiederholrate als auch auf FreeSync-Geräten. Die Technik eine wesentlich geringere Latenz als übliches V-Sync gewährleisten.

Erweitert hat AMD das Shader-Caching: Es soll nun nicht nur mit DirectX-11-Titeln funktionieren, sondern auch mit bestimmten DirectX-9-Spielen. AMD führt dabei unter anderem auf: Counter-Strike Global Offensive, DOTA 2, League of Legends, Monster Hunter Online, Rocket League, Starcraft 2 und World of Warcraft Legion. Bei diesen Spielen sollen sich dadurch die Ladezeiten verbessern, bei Starcraft 2 spricht AMD von einer Ladezeiten-Verkürzung um bis zu 10 Prozent.

AMD listet auch Probleme auf, die mit dem Radeon Crimson 17.7.2 auftreten: So sind bei Forza Horizon 3 erhöhte Ladezeiten möglich, Radeon ReLive kann beim Abziehen eines HDMI-Displays abstürzen. Außerdem kann es beim Verwenden des WattMan passieren, dass die Lüfter einer sekundären Grafikkarte nach dem Aufwachen aus dem Schlafmodus nicht anfangen zu drehen. In Eyefinity-Mehrschirmbetrieb mit unterschiedlich angeordneten Displays kann es zu Darstellungsproblemen kommen.

Der Radeon Software Crimson 17.7.2 soll laut AMD ab sofort zum Download bereit stehen. (mfi)

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