Radiowerbung bringt Hörern Geld

Mit einer neuen Marketing-Idee wollen die Banken und Sparkassen die Geldkarte attraktiver machen: Aufladen durch Radiowerbung beim Autofahren.

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Von
  • Andreas Stiller

Mit einer neuen Marketing-Idee wollen die Banken und Sparkassen die zwar weit verbreitete, aber nur selten genutzte Geldkarte attraktiver machen: Aufladen durch Radiowerbung beim Autofahren. Zur Übertragung der per Werbung finanzierten Geldbeträge wird das RDS-Signal verwendet, das heutzutage von den meisten Autoradios "verstanden" wird. Die Firma TeleCash Kommunikations-Service hat hierfür eine spezielle Trägerkassette entwickelt, die die zusammen mit der Radiowerbung ausgesendeten Mikro-Beträge (bis zu 10 Pfennig pro Spot) auf der Geldkarte des Hörers abspeichert.

Bis zu 5 Mark kann eine längere Autofahrt auf diese Weise einspielen. Ein Sensor in der Trägerkassette sorgt dafür, dass das Aufladen nur bei laufendem Motor stattfindet. Die Banken rechnen mit einer drastischen Zunahme der Geldkartenumsätze, da das Aufladen nur bis maximal 400 Mark möglich ist und somit der Kunde ein lebendiges Interesse daran haben dürfte, stets genügend Platz für weitere Werbegelder frei zu haben.

Ein groß angelegter Feldversuch, den die c't-Redaktion zusammen mit dem niedersächsischen Rocksender Radio21 und der TeleCash GmbH bereits seit Weihnachten durchgeführt hat, war so erfolgreich, dass der Tester erst einmal auf einen längeren Urlaub entschwunden ist. Ab 1. April wollen bundesweit viele Sender den gesponsorten Werbebetrieb aufnehmen. Die speziellen Trägerkassetten dürften ebenfalls zu diesem Zeitpunkt in den T-Punkten der Telekom und bei allen Banken und Sparkassen erhältlich sein. (as)