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Rainbow Six Siege: Ubisoft sagt DDoS-Attacken den Kampf an

DDoS-Angreifer bringen die Server von Rainbow Six Siege ins Wanken. Ubisoft will mit Härte dagegen vorgehen – unter anderem über Unterlassungsaufforderungen.

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(Bild: Ubisoft)

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Ubisofts beliebter Online-Shooter Rainbow Six Siege hat ein DDoS-Problem: Spieler geben massenhaft DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) in Auftrag, um die Server von Rainbow Six Siege zu beeinträchtigen. Die aus der großen Zahl von Serveranfragen resultierenden Lags und Verlangsamungen sollen Mitspieler so nerven, dass sie die Partie verlassen. So können die "Cheater" relativ einfach im Rang aufsteigen. Ubisoft hat nun angekündigt, rigoros gegen das Problem vorgehen zu wollen.

In einem veröffentlichten Maßnahmenkatalog schreibt Ubisoft, dass man bereits Schritte gegen DDoS-Anbieter eingeleitet habe, die im Auftrag von Rainbow-Six-Spielern Angriffe auf die Ubisoft-Server durchgeführt haben. Diesen Unternehmen werden demnach Unterlassungsaufforderungen geschickt. Dass der Rechtsweg gegen solche Anbieter zum Erfolg führen wird, ist allerdings zweifelhaft.

Andere Maßnahmen sind unmittelbar erfolgsversprechend: So soll jede einzelne Mehrspieler-Partie von Rainbow Six Siege künftig einen eigenen Server bekommen. Bislang wurden laut Ubisoft drei Partien pro Server gehostet. Das führte dazu, dass ein einzelner DDoS-Angriff gleich mehrere Multiplayer-Sessions in Mitleidenschaft zog.

Spieler, die als Auftraggeber von DDoS-Angriffen auf die Ubisoft-Server identifiziert werden, sollen außerdem permanent gebannt werden, stellt Ubisoft auf Reddit klar. Die schlimmsten Übeltäter seien bereits ausfindig gemacht worden, die Bans sollen ab der kommenden Woche in Kraft treten.

Ubisoft arbeitet außerdem zusammen mit Microsoft, aus dessen Azure-Programm die Spieleserver gemietet werden, daran, die Anfälligkeit der Server für DDoS-Attacken zu minimieren. Auf diese Maßnahmen geht Ubisoft nicht genauer ein, weil das Unternehmen potenzielle Angreifer im Dunkeln lassen will.

DDoS-Angriffe auf Gameserver können strafbar sein. Das zeigte zuletzt der Fall eines Hackers, der wegen gezielter Distributed-Denial-of-Service-Angriffe auf die Server bekannter Online-Spiele von einem kalifornischen Gericht zu einer Bewährungsstrafe von 27 Monaten verurteilt wurde. Der verurteilte Hacker muss außerdem 95.000 Euro Schadensersatz zahlen. (dahe)