Raspberry Pi 4: Revision 1.2 mit ausgebessertem USB-C-Stecker im Handel

Die Raspberry Pi Foundation hat den nicht konformen USB-C-Anschluss rausgeworfen, sodass jetzt alle gängigen Kabel funktionieren sollten.

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(Bild: Christof Windeck / c't)

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Die Revision 1.2 des Raspberry Pi 4 behebt ein Problem mit dem USB-C-Anschluss, der bisher nicht mit allen USB-Kabeln zusammenarbeitete. Schuld war eine Eigenentwicklung der Raspberry Pi Foundation, welche die Spezifikation des USB-Forums nicht einhielt: Der Hersteller sparte einen Widerstand ein, ohne den "smarte" USB-C-Kabel mit eigenem Controllerchip den Bastler-PC fälschlicherweise als Audio-Gerät erkannten. Infolgedessen versorgten Netzteile mit einem solchen USB-C-Kabel den Raspberry Pi 4 nicht mit Strom und verweigerten stattdessen den Dienst. Bei aktuellen Modellen kommt nun ein konformer USB-C-Anschluss zum Einsatz.

Schon im Juli 2019 versprach die Raspberry Pi Foundation eine Neuauflage mit überarbeitetem USB-C-Anschluss, die inzwischen als Revision 1.2 (Code "c03112") den Handel erreicht hat. Dies bestätigte der Hersteller gegenüber The Register. Eine weitere kleinere Änderung betrifft einen Spannungsschalter über dem Micro-SD-Kartenschacht auf der Rückseite, der rechts neben die Buchse wandert. Laut der Raspberry Pi Foundation wurde das Bauteil beim Einstecken einer Speicherkarte zu häufig versehentlich abgerissen.

Raspberry Pi 4 ausprobiert: Der Bastler-PC hat deutlich mehr Dampf als sein Vorgänger.

Erste Berichte über die Revision 1.2 des Raspberry Pi 4 in freier Wildbahn tauchten bereits im Dezember 2019 auf. Dementsprechend dürfte die Produktion schon länger laufen – eine Bestätigung stand aber noch aus. Da die Raspberry Pi Foundation bei allen Auflagen die gleichen Modellbezeichnungen nutzt, lässt sich die Revision vor dem Kauf nicht unterscheiden. Ausgepackt erkennen Nutzer den überarbeiteten Raspberry Pi 4 an dem Spannungsschalter am Kartenschacht über dem Micro-SD-Schriftzug.

Wer eine ältere Revision 1.1 oder 1.0 nutzt, muss derweil keinen Defekt befürchten: Der Raspberry Pi 4 verweigert bei USB-C-Kabeln mit Controllerchip zwar den Dienst, geht dadurch aber nicht kaputt. Ein "dummes" Kabel für wenige Euro schafft in einem solchen Fall Abhilfe.

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(mma)