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Raumschiff CST-100 Starliner: Erster Start wieder um ein Jahr verschoben

Erst 2019 will Boeing nun Astronauten in der eigenen Raumkapsel CST-100 Starliner ins All fliegen. Das Crew-Programm der NASA kommt einfach nicht in die Gänge.

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Raumschiff CST-100 Starliner: Erster Start wieder um ein Jahr verschoben

(Bild: Boeing)

Boeing hat den ersten bemannten Testflug seines Raumschiffs erneut verschoben. Der CST-Starliner soll nun erst Mitte 2019 zum ersten Mal mit einer Crew an Bord ins All fliegen, berichtet The Verge. Noch gebe es aber Hoffnung, dass zumindest der unbemannte Jungfernflug noch in diesem Jahr durchgeführt werden kann. Auch der könnte aber auf nächstes Jahr verschoben werden. danach solle nun auch noch ein weiterer Test dazwischen geschoben werden, bevor dann erstmals Menschen Platz nehmen sollen.

Wieder später

Die erneute Verzögerung scheint demnach auf ein Problem zurückzuführen sein, dass bei einem Test im Juni aufgetreten war. Triebwerke der Kapsel seien planmäßig angesprungen, während des Abschaltens aber nicht richtig geschlossen worden. Deshalb sei Treibstoff ausgetreten. Es habe keine Schäden oder Verletzte gegeben, Boeing hatte demnach aber eine Prüfung und Umbauarbeiten angekündigt. Schon vorher hatten sich aber weitere Verzögerungen angekündigt, die inzwischen sogar den Zugang der Vereinigten Staaten zur Internationalen Raumstation ISS gefährden.

Boeings CST-100 Starliner (9 Bilder)

So soll die fertige Kapsel einmal aussehen.
(Bild: Boeing)

Boeings Projekt gehört mit der bei SpaceX entwickelten Kapsel Dragon V2 zu einem Programm, mit dem die NASA wieder selbst Astronauten ins All bringen will. Die beiden Unternehmen waren 2014 beauftragt worden, Raumschiffe zu entwickeln, die Astronauten ab 2017 zur ISS bringen können. Beide Systeme haben inzwischen massive Verspätungen und noch ist nicht absehbar, wann sie tatsächlich Astronauten zum Außenposten der Menschheit bringen werden. Vor allem auch weil Ende 2017 bekannt geworden war, dass beide Raumkapseln möglicherweise nicht die Sicherheitsanforderungen der NASA erfüllen.

Sorge um den Zugang zur ISS

Die USA sind seit dem Ende der Space Shuttles auf russische Mitfluggelegenheiten angewiesen, um eigene Astronauten ins All zu bringen. Im Vertrauen auf Boieng und SpaceX hatte die US-Weltraumbehörde nur bis 2019 Plätze bei den russischen Kollegen gebucht. Nach neuen Buchungen würde es Jahre bis zu den Flügen dauern. Am morgigen Freitag will die NASA nun aber erst einmal vorstellen, wer bei den ersten bemannten Testflügen von Boeing und SpaceX in deren Raumkapseln Platz nehmen soll. (mho)

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