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Raus aus den Kinderschuhen: Linux-Distribution Manjaro künftig als GmbH

Das Manjaro-Projekt erhält dank GmbH-Gründung einen rechtlich sicheren Rahmen. Zugleich soll die Spendenverwaltung transparenter werden.

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(Bild: forum.manjaro.org)

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Angesichts der steigenden Beliebtheit der Arch-basierten Linux-Distribution Manjaro hat das Projektteam zwei grundlegende Veränderungen angekündigt, um dem ursprünglichen Hobby-Projekt einen professionellen Rahmen zu geben: Die Gründung eines Unternehmens und die gleichzeitige Auslagerung des Spendensammelns und -verwaltens an zwei Non-Profit-Organisationen.

Wie einem am heutigen Montag veröffentlichten Beitrag von Entwickler Philip Müller im Manjaro-Forum zu entnehmen ist, haben er und sein Mitstreiter Bernhard Landauer bereits im Juli dieses Jahres die Manjaro GmbH und Co. KG gegründet.

Die Unternehmensgründung schaffe die nötigen Voraussetzungen für die beiden Entwickler, um in Vollzeit an der Distribution zu arbeiten, zeitnah auf Nutzerbedürfnisse zu reagieren und etwa Sicherheitsupdates und Bugfixes noch schneller vornehmen zu können. Des Weiteren befähige sie sie dazu, Verträge zu unterschreiben, bestimmte offizielle Verpflichtungen zu übernehmen und – als Rechteinhaber in der EU und den USA – die "Marke" Manjaro zu schützen.

Der CEO der Software-Firma Blue Systems, die unter anderem das Manjaro-Derivat Netrunner Rolling vertreibt, stand Müller und Landauer bei der Gründung als Berater zur Seite. Laut Blogeintrag wird er diese Aufgabe auch weiterhin übernehmen.

Aus dem Forenbeitrag geht hervor, dass die neu gegründete GmbH auf längere Sicht finanzielle Unabhängigkeit und die Möglichkeit anstrebt, weitere Entwickler zu bezahlen. Man wolle, so heißt es frei übersetzt im Beitrag, "künftige kommerzielle Möglichkeiten erkunden".

Zugleich betont Müller, dass die Unternehmensgründung nichts am Open-Source-Projekt und dessen Zusammenarbeit mit der Community ändern solle. Insbesondere würden Spendengelder und Zuwendungen von Sponsoren unter keinen Umständen von der neu gegründeten Firma verwendet.

Um den Geldfluss transparenter zu machen, lagert das Manjaro-Team das Sammeln und Verwalten von Spendengeldern künftig an die Non-Profit-Organisationen Community Bridge und Open Collective aus. Beide stellen Online-Plattformen für Spendenkampagnen bereit, deren Einnahmen und Ausgaben transparent dargestellt werden.

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(ovw)