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Raytracing-Beschleuniger von Imagination Technologies

2009 kündigte Caustic seinen Raytracing-Beschleuniger Caustic One an. Rausgekommen ist er bis heute nicht.

Vor drei Jahren versprach das kleine Start-Up-Unternehmen Caustic Graphics eine selbst entwickelte PCIe-x4-Zusatzkarte Caustic One, die aufwendige Raytracing-Berechnungen massiv beschleunigt: Durchschnittlich um den Faktor 20. So würden sich auch komplexe Modelle in Echtzeit per Raytracing darstellen lassen. Laufen sollte das Ganze über die eigene Software-Bibliothek CausticGL. Die Firma hatte den Profi-Bereich anvisiert, etwa Automobildesign und Filmindustrie. Richtig gezeigt wurde die Karte nie. Ende 2010 übernahm schließlich Imagination Technologies, eines der führenden Unternehmen für SoC-GPUs (PowerVR), das Start-Up für 27 Millionen US-Dollar. Von der 2009 angekündigten Caustic One war auch nach der Übernahme nichts zu sehen.

Die Raytracing-Karte baut auf den Brazil-Renderer und die OpenRL-Schnittstelle.

(Bild: heise)

Nun meldet VR Zone, dass Imagination Technologies noch in diesem Jahr eine speziell für Raytracing-Anwendungen entwickelte GPGPU-Zusatzkarte auf den Markt bringen will – wohl eine weiterentwickelte Caustic One. VR Zone beruft sich auf ein Gespräch mit Imagination Technologies und Caustic Graphics während der CES 2012. Im Hinterzimmer ist sogar ein Karten-Prototyp zu sehen gewesen, wie heise online nun erfuhr. Die Karte soll mit Imaginations Raytracing-Schnittstelle PowerVR OpenRL zusammenarbeiten.

OpenRL ist plattformunabhängig, das OpenRL-SDK bietet Caustic als Version 1.0 zum Download an. Es unterstützt bis dato lediglich Windows-Betriebssysteme, Mac OS X und Linux sollen folgen. Als Programmiersprache kommt die von der OpenGL Shading Language (GLSL) abgewandelte und auf Raytracing-Berechnungen ausgerichtete OpenRL Shading Language (RLSL) zum Einsatz.

Eine in Maya via Brazil-3.0-Plugin gerenderte Küche.

(Bild: Caustic)

Als interaktive Echtzeit-Render-Engine bietet Caustic Brazil 3.0 an, auf welches zukünftig Programme wie Maya, 3ds Max oder Rhinocerus via Plugin zugreifen können sollen. Damit würde Imagination Technologies beispielsweise in Konkurrenz mit Nvidia treten, die über die CUDA-Schnittstelle bereits Raytracing-Berechnungen beschleunigen, etwa via iRay. Vorgestellt werden könnte der Raytracing-Beschleuniger bereits zur Siggraph 2012, die Anfang August in Los Angeles stattfindet. (mfi)

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