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Razzia bei Google: Steuerfahndung durchsucht Pariser Büro

Die französischen Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass Google seine Aktivitäten in Frankreich verschleiert und zu wenig Steuern zahlt. Das Unternehmen will mit den Behörden kooperieren.

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(Bild: dpa, Boris Roessler/Archiv)

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Französische Ermittler haben wegen des Verdachts auf Steuerbetrug Büros des US-Internetkonzerns Google in Paris durchsucht. Das Vorermittlungsverfahren sei bereits im vergangenen Juni infolge einer Klage der französischen Finanzverwaltung eröffnet worden, teilte die nationale Finanz-Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. An der Durchsuchung seien Finanz-Ermittler der Polizei und 25 Informatik-Experten beteiligt gewesen.

Es gehe darum, zu klären, ob Google Ireland Ltd. eine feste Niederlassung in Frankreich hat und ob das Unternehmen gegen Steuer-Vorschriften verstoßen habe, indem es einen Teil seiner Aktivitäten in Frankreich nicht dort angegeben habe. Google erklärte dazu: "Wir halten uns an französisches Recht und kooperieren umfänglich mit den Behörden, um ihre Fragen zu beantworten." Die Finanz-Staatsanwaltschaft erinnerte selbst an die Unschuldsvermutung.

US-Konzerne wie Amazon, Apple und Google sind in der Vergangenheit stärker ins Visier europäischer Steuerfahnder geraten. Die legalen Steuervermeidungstricks der internationalen Multis sind den Europäern ein Dorn im Auge. Die EU-Kommission hat dazu bereits einen Vorschlag unterbreitet, mit dem sie sicherstellen will, dass die Konzerne ihre Umsätze auch dort versteuern, wo sie erwirtschaftet werden. Dazu soll unter anderem ein Steuer-Transparenzgebot beitragen. (vbr)