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Rechtsstreit deckt Informationen zur Groove-Übernahme durch Microsoft auf

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Michael Matthews, ehemaliger Verkaufsleiter des Groupware- und Kollaborations-Softwarespezialisten Groove Networks, versucht die Übernahme durch Microsoft zu stoppen. Matthews scheiterte zwar vor Gericht in Wilmington im Bundestaat Delaware, berichtet CNet; Groove Networks konnte jedoch nicht verhindern, dass Details der Transaktion bekannt wurden, die am 10. März zunächst nicht veröffentlicht wurden.

Wie der Boston Globe schreibt, zahlt Microsoft ingesamt 120 Millionen US-Dollar für Groove Networks -- eine Summe, die die Gesamtinvestition in Höhe von 155 Millionen US-Dollar nicht abdeckt. Aus diesem Grunde gehen einige frühe Investoren, unter ihnen Matthews, leer aus. Microsoft hatte sich 2001 mit 51 Millionen und 2003 noch einmal mit 38 Millionen an Groove Networks beteiligt. Von dieser Investition werden in der Transaktion anscheinend 80 Millionen verrechnet, sodass Microsoft für 40 Millionen die restlichen Anteile erwirbt.

In einem Beitrag des Seattle Post-Intelligencer wird Matthews Anwalt M. Duncan Grant zitiert, der behauptet, Groove Networks wäre binnen Wochen oder auch Tagen zahlungsunfähig gewesen; Microsoft hätte ohne diese Übernahme die Investition in Groove Networks abschreiben müssen. Das Boston Business Journal berichtet außerdem, dass Grant in seiner Klageschrift behaupte, Groove-Insider würde darüber hinaus "goldene Fallschirme" in Höhe von insgesamt 50 Millionen US-Dollar bekommen, darin enthalten Gratisaktien für Unternehmensgründer und Lotus-Notes-Erfinder Ray Ozzie in Höhe von 27 Millionen.

In Lichte dieser Informationen erscheint der Aufkauf von Groove Networks weniger wie eine strategische Akquisition, sondern vielmehr wie eine Rettungsmaßmahme. (Volker Weber) (jk)

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